Endlich schmerzfrei: Die besten Mittel gegen Kopfschmerzen und Migräne

Wichtig: Unterscheiden Sie zwischen Kopfschmerzen und Migräne

Diese Pein kennt fast jeder. Es gibt 54 Millionen Kopfschmerz-Patienten in Deutschland, 2,4 Millionen leiden sogar jeden Tag darunter. Dr. Charly Gaul, Chefarzt der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein, berichtet auf Idee für mich über die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet und verrät, welche Mittel gegen Kopfschmerzen und was bei Migräneattacken wirklich helfen kann.

Wie finde ich die richtigen Mittel gegen Kopfschmerzen?

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Wir unterscheiden 200 Arten. Mal sind sie pochend oder pulsierend, mal eher dumpf und drückend. Das hängt vor allem damit zusammen, unter welcher Kopfschmerzart man leidet. Obwohl die Unterscheidung zwischen Kopfschmerzen und Migräne nicht allen Geplagten leicht fällt, ist sie wichtig, denn bei der Behandlung spielt dieser Unterschied eine Rolle. Die Mittel gegen Kopfschmerzen sind nämlich andere als Mittel gegen Migräne.

Weiß man inzwischen, was die Auslöser dafür sind?

Nein, die Ursache ist noch immer nicht bekannt. Psychische Faktoren wie Stress, Überforderung, aber auch eine verspannte Rücken- und Nackenmuskulatur können Faktoren sein. Bei Migräne verändert sich in den letzten Jahren die Einschätzung bezüglich der Auslöser, der Trigger. Statt dem Vermeiden von langen Listen häufig ungesicherter Trigger steht nun das Triggermanagement, die aktive Bewältigung der Situation, im Vordergrund. Wer versucht, so viele Trigger wie möglich zu meiden, schränkt sich im Alltag extrem ein und lebt in ständiger Angst vor dem nächsten Anfall. Das stresst. Und Stress zählt selbst zu den Migräneauslösern.

Weshalb wird die Vermeidungsstrategie kritisch gesehen?

Oft werden zum Beispiel erste Anzeichen eines Anfalls als Migräneauslöser fehlgedeutet. So sind Heißhungerattacken, Nackenschmerzen oder Lichtempfindlichkeit eher frühe Symptome einer Attacke. Als typische Trigger hingegen gelten etwa der Hormonzyklus bei Frauen, das Auslassen von Mahlzeiten, unregelmäßiger Schlaf, Stress und Alkohol.

Inwiefern kann denn ein Migränetagebuch helfen?

Jeder sollte herausfinden, welches seine persönlichen Trigger sind. Dabei kann so ein Migränetagebuch gute Dienste leisten. Wichtig ist aber, dass es auf die Zukunft gerichtet geführt wird. Denn es ist ein menschliches Bedürfnis, Erklärungen zu finden, und dabei werden auch Zusammenhänge konstruiert, die es so gar nicht gibt. Deshalb sollte man beim Auftreten einer Migräneattacke nicht das notieren, was man vorher getan hat, sondern besser täglich ein paar Notizen machen und schauen, was passiert. Wer so vorgeht, wird feststellen, dass es viel weniger Zusammenhänge gibt, als er vermutet hat. Und das kann den Druck nehmen, alles beachten und richtig machen zu müssen.

Wetter oder Hormone kann man ja auch nicht kontrollieren…

Ja. Auch deshalb ist statt der bisherigen Vermeidungsstrategie von Triggern eher ein gutes Management gefragt. Man sollte seine Migräne ein Stück weit akzeptieren und sie kennen – die Auslöser, den typischen Verlauf, Verhaltensmaßnahmen und Mittel gegen Migräne. Dadurch lassen sich viele Attacken verhindern, und man kann dann auch besser damit umgehen.