Gesund leben: Der große Fast-Food-Check

Wie ungesund sind Burger, Pizza & Co. wirklich?

Gesund leben mit Fast Food – geht das überhaupt? Mmh, lecker so eine Bratwurst zwischendurch. Das gesündeste daran ist jedoch der Senf. Döner macht schöner? Das können wir nicht bestätigen, aber zumindest ist es nicht das ungesündeste Fast Food.

Gesund leben und eine ausgewogene Ernährung sind immer mehr im Trend. Dennoch essen rund 90 Prozent der Deutschen mehr oder weniger regelmäßig Fertigkost. Und das schlechte Gewissen isst oft mit. Zu Recht? Wir machen den großen Fast-Food-Check und schauen, ob es vielleicht sogar gesundes Fast Food gibt. 

Gesund leben trotz Fast Food? Die Menge macht's!

Wenn unterwegs der Hunger kommt, zählt vor allem: schnell und preiswert. Erst später fragen wir uns, was genau da eigentlich in unserem Magen gelandet ist. Wie viele Vitamine sind da noch drin, welche Zutaten können uns langfristig schaden? Für Ernährungswissenschaftler ist klar, zu viel Fast-Food ist ungesund. Es macht dick, träge und erhöht das Sterberisiko. Die fatale Mischung aus gesättigten Fetten, Zucker und Weißmehl bringt den Insulinspiegel aus dem Gleichgewicht und führt zu Heißhunger auf Nachschub. Ein Teufelskreis und alles andere als „gesund leben“.

Studien zeigen: Fett und Kalorien verändern das Immunsystem

Forscher der Uni Bonn haben die Auswirkung von Fast-Food auf das Immunsystem untersucht. Sie fanden heraus, dass der Körper auf die fett- und kalorienreiche Ernährung wie auf eine bakterielle Infektion reagiert und die Entzündungswerte dramatisch ansteigen. Besonders problematisch: Das Immunsystem wird kurz- und langfristig geschwächt. Auch der Zusammenhang von Fast-Food-Konsum und erhöhtem Diabetes- und Krebsrisiko sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist längst bewiesen.

Vorsicht: Ungesundes Essen kann das Gehirn schädigen

Die Kombination aus Fett, Kohlenhydraten und intensiven Aromen kann laut einer Studie der Uni Zürich sogar das Gehirn angreifen. Bereits nach vier Wochen hatten Mäuse im Versuch kognitive Defizite. Andere Untersuchungen zeigten, besonders ungünstig ist Fast-Food in Kombi mit zuckerhaltigen Limonaden. Diese blockieren nämlich die Fettverbrennung und Eiweißverwertung – das lässt das Gewicht noch schneller ansteigen. Inzwischen geht der Trend zu gesünderem Fast-Food: Es gibt jetzt Joghurt mit Früchten, Smoothies, fertigen Salat, vorgeschnittenes Obst – alles to go und ziemlich teuer, aber auch gesund? Geschnittenes Obst zum Beispiel verliert schnell Vitamine, dafür ist die Keimbelastung laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit oft sehr hoch. Und richtig satt mach diese vermeintlich gesunden Snacks auch nicht, sie schüren eher Heißhunger. Was bleibt ist die Erkenntnis: Die Dosis macht das Gift. Essen Sie Fast-Food in Maßen, und achten Sie genauer auf die Zutaten.

Bratwurst

Das Gute daran: 

  • Nicht gesundheitsschädlich ist auf Dauer lediglich der Senf

Das ist nicht gut: 

  • Viel zu viel ungünstiges Fett
  • Schwer verdaulich
  • Zu viel Salz
  • Keine gesunden Nährstoffe
  • Wurst erhöht das Krebsrisiko

Fazit: Eine Bratwurst am Tag erhöht allein das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs um 19 Prozent. Noch Fragen?

Belegtes Brötchen

Das Gute daran:

  • Vollkornbrötchen haben Ballaststoffe
  • Ei bessert den Nährstoffgehalt auf
  • Gute Übersicht über die einzelnen Zutaten

Das ist nicht gut:

  • Es fehlen Vitamine
  • Fettreicher, nährstoffarmer Belag
  • Oft zu viel Salz
  • Proteinarm

Fazit: Vitamine? Fehlanzeige! Dazu kommt eine sehr ungünstige Kohlenhydrat-Fett-Bilanz

Couscous-Salat

Das Gute daran: 

  • Ballaststoffreich und sättigend
  • Mineralstoffe, B-Vitamine
  • Relativ frisch zubereitet
  • Kräuter und Gewürze
  • Vegetarisch

Das ist nicht gut:

  • Als Snack zu gehaltvoll
  • Kohlenhydratreich
  • Zu wenig Proteine

Fazit: Wenn Sie den fertigen Salat als Hauptgericht z. B. mit einer Portion frischem Obst als Nachtisch kombinieren, wird's richtig gesund.

Pizza

Das Gute daran:

  • Gesunde Beläge wie Pilze, Spinat, Rukola, Zucchini, Paprika usw. 
  • Frische Kräuter
  • Tomatensoße

Das ist ungesund:

  • Insgesamt zu viele leere Kohlenhydrate, zu viel Fett und Salz
  • Extra-Käse, Salami und Co. verschlechtern die Nährstoffbilanz zusätzlich

Fazit: Der Belag macht den Unterschied. Von „geht so“ bis „geht gar nicht“ ist alles möglich.

Salat

Das Gute daran: 

  • In den Pflanzenfasern stecken Ballaststoffe
  • Keimbelastung ist meist kein Problem

Das ist ungesund:

  • Fertig geschnittener Salat hat viel weniger Vitamine als frischer
  • Wird durch ungesunde Extras zur Kalorienbombe
  • Dressings enthalten Zucker und Zusatzstoffe

Fazit: Viel Geld für wenig Vitamine und zu viele versteckte Kalorien. Selber machen ist besser.

Burger

Das Gute daran: 

  • Stiftung Warentest bestätigte vielen Burgern ein erstaunlich ausgewogenes Nährstoffverhältnis

Das ist ungesund:

  • Kaum Vitamine
  • Fettige Soßen und Käse sind Dickmacher
  • Leere Kohlenhydrate im Burger-Brötchen

Fazit: Wenn es Salat und Wasser (keine Limo!) dazu gibt, ist ein Burger als Hauptmahlzeit ab und zu ganz okay.

Döner

Das Gute daran: 

  • Krautsalat und rohkost sind meist frisch und noch vitaminreich
  • Günstiges Fleisch und Gemüse
  • Zwiebel
  • Scharfe Soße? Unbedingt!

Das ist ungesund:

  • Fettige Fertigsoßen und fettreiches Fleisch 
  • Weißes, nährstoffarmes Fladenbrot

Fazit: Ab und zu absolut okay. Ist viel Salat drin, ist der Döner ein relativ ausgewogenes Gericht.

Laugenbrezel mit Butter

Das Gute daran: 

  • Keine versteckten Zutaten
  • Schnittlauch erhöht den Vitamingehalt

Das ist ungesund:

  • Salz
  • Es fehlen Proteine
  • Weißmehl & Butter liefern leere Kalorien
  • Jedes fünfte Laugengebäck ist mit Aluminium belastet

Fazit: Eine Butterbrezel ist zwar keine Katastrophe für die Gesundheit, aber ein kalorienreicher Snack, der Heißhunger fördert.

Asis-Nudeln

Das Gute daran:

  • Wird meist mit frischem Gemüse zubereitet
  • Ei, mageres Hühnchenfleisch oder Tofu liefern Proteine

Das ist ungesund: 

  • Geschmacksverstärker (Glutamat) fördern Appetit
  • Fettige, salzige Kokos- und Erdnussso0en 
  • Mehr Nudeln als Gemüse

Fazit: Asiatisches Essen kann gesund sein. Die Nudelbox to go ist dafür jedoch kein Beispiel

Sushi

Das Gute daran:

  • Fisch liefert gute Fette und Eiweiß
  • Wasabi und Ingwer wirken u. a. entzündungshemmend
  • Fett- und kalorienarm und dennoch sättigend

Das ist ungesund:

  • Supermarkt-Sushi kann keimbelastet sein
  • Weißer Reis hat kaum Nährstoffe

Fazit: Eine gute Alternative zu Bratwurst & Co.

Kumpir

Das Gute daran:

  • Die gefüllte Kartoffel hält lange satt
  • Rohkost und Gemüse als Topping optimieren die Nährstoffbilanz
  • Sour Cream liefert Eiweiß

Das ist ungesund:

  • Extra-Käse als Topping 
  • Fettige Zutaten wie Mayo, Soßen, Wurst usw.

Fazit: Mit den richtigen Toppings wird Kumpir zur gesunden, vollwertigen Fast-Food-Mahlzeit.

Pommes frites

Das Gute daran:

  • Lediglich der Rohstoff Kartoffel ist gesund

Das ist ungesund:

  • Transfette erhöhen das Krebsrisiko
  • Beim Frittieren kann Acrylamid entstehen

Fazit: Klar, Pommes sind lecker – aber leider nicht gut.

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