Corona: Immer mehr Kinder leiden an schwerer Krankheit PIMS

Um welche Folgeerkrankung es sich genau handelt

Bei Erwachsenen ist es mittlerweile bekannt, dass sie nach einer Corona-Erkrankung Wochen und Monate unter den Spätfolgen leiden können. Bei Kindern treten nun immer mehr Fälle der schweren Kinderkrankheit PIMS auf.

Welche Symptome bei PIMS?

Normalerweise haben Kinder, die sich mit Covid-19 infiziert haben, einen milden Krankheitsverlauf mit wenig Symptomen. Nun gibt es aber immer mehr Fälle von PIMS (PIMS-Syndrom Paediatric Inflammatory Multisystem Syndrom), ein Multi-Entzündungssyndrom, das jetzt scheinbar in Reaktion auf die Coronaviren bei Kindern auftritt. Laut Forschern des Imperial College in London zählen zu den häufigsten Symptomen Fieber, Bauchschmerzen und Durchfall. Bei mehr als der Hälfte der Kinder traten auch Hautausschläge, Bindehautentzündungen oder Herzprobleme auf. Beim PIMS-Syndrom handelt es sich um eine schwere Erkrankung, bei der mehr als die Hälfte der Kinder auf der Intensivstation behandelt werden muss. In der Regel soll die Behandlung erfolgreich verlaufen, auch soll es kaum Folgeschäden geben.

PIMS-Syndrom nach Corona-Infektion

Ca. 168 Fälle des PIMS-Syndroms sind deutschlandweit dokumentiert. Gegenüber n-tv.de sagte Jakob Armann von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Dresden: „Die Fälle folgen ganz klar den Infektionswellen in Deutschland". Die meisten Fälle davon wurden somit in Bundesländern mit hohen Corona-Infektionszahlen festgestellt. Laut einer britischen Studie erkrankt im Schnitt eins von 5.000 Kindern am PIMS-Syndrom, nachdem es sich zuvor mit dem Coronavirus infiziert hat.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) sind in Deutschland 195 Fälle von PIMS registiert worden (Stand: 22.02.21). Die Krankheit soll laut Experten zwei bis vier Wochen nach der Coronainfektion auftreten. 

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