Hausstaub-Allergie: Ordentliche Menschen leiden schlimmer!

Was hilft bei ständig juckender Nase und Augen?

Eine ständig laufende Nase, immer wieder Niesanfälle und juckende Augen — etwa ein Zehntel der Deutschen reagiert allergisch auf Hausstaub. Hier sind es vor allem die Ausscheidungen von Milben, die die typischen Symptome hervorrufen. Doch was kann man gegen eine Hausstaub-Allergie tun? Helfen Ordnung und eine klinisch saubere Wohnung wirklich?
 

Das Bett muss morgens ordentlich gemacht werden. Wer hat das nicht so gelernt? Doch Achtung! Hausstaub-Allergiker tun sich damit keinen Gefallen. Der Grund: Über Nacht sammelt sich Feuchtigkeit im Bett an, weil wir schwitzen. Trocknet das Bett tagsüber nicht, weil die Matratze zugedeckt ist, bleibt es warm und feucht. Und Milben fühlen sich darin pudelwohl. Diese Miniwesen bevölkern vor allem Betten, weil sie sich von Hautschuppen ernähren. Besser: die Decke tagsüber zurückschlagen und so liegen lassen. 

Die Heizungsluft wirbelt Staub auf

Was Allergikern noch zu schaffen macht: Die Heizungen sind wieder an, und es wird mehr Staub in Räumen aufgewirbelt. Im Staub befindet sich ebenfalls getrockneter Milbenkot. Bestandteile daraus lösen Symptome wie Fließschnupfen und Niesanfälle aus. Diese Allergie-Beschwerden entstehen, weil das Immunsystem überempfindlich auf die harmlosen Partikel reagiert. Es setzt dann den Botenstoff Histamin vermehrt frei. Wie können sich Allergiker noch schützen? Bewährt hat sich ein Spray mit Mahalin-Extrakt das auf die Matratze gesprüht wird. Es wird aus dem Samen des Niembaums gewonnen und entzieht den Milben ihre Nahrungsgrundlage. Haben sie nichts mehr zu fressen, dezimiert sich die Population. Hilfreich kann ferner Seidenbettwäsche sein, weil Milben diesen Stoff nicht mögen. Zudem sollte die Bettwäsche alle sieben bis 14 Tage gewechselt werden.

Themen