Weizenunverträglichkeit: 5 Alternativen für Allergiker

Diese Nahrungsmittel sind gute Weizenalternativen

Auf Weizen zu verzichten heißt nicht, dass man kein Brot, keine Brötchen, Kekse oder Nudeln mehr zu sich nehmen darf. Alternativen zu Weizen gibt es viele. Hafer ist eine gesunde Alternative zu Weizen Amaranth, Quinoa und Hirse sind echte Powerkörner.

Magenschmerzen, Krämpfe, Übelkeit und Hautausschlag sind nur einige Symptome, die eine Weizenunverträglichkeit auslösen kann. Eine Ernährung ganz ohne das beliebte Getreide ist jedoch gar nicht so leicht, versteckt es sich doch in mehr Lebensmitteln als der Verbraucher vermuten mag. Doch eine Weizenunverträglichkeit muss noch lange keinen Verzicht bedeuten. So gibt es zahlreiche Weizenalternativen, die sich mühelos in den täglichen Ernährungsplan integrieren lassen.

  • Unterschied zwischen Gluten- oder Weizensensitivität, Weizenallergie und Zöliakie
  • Weizenunverträglichkeit als Ursache für Reizdarm
  • Weizenunverträglichkeit testen lassen
  • Weizen-Alternativen für Allergiker
  • Verzicht auf Weizen: 5 Alternativen für den Speiseplan

Unterschied zwischen Gluten- oder Weizensensitivität, Weizenallergie und Zöliakie

Eine Weizenallergie ist nicht gleichbedeutend mit einer Glutenunverträglichkeit oder einer Zöliakie. Letztere gilt als Autoimmungerkrankung des Magen-Darm-Traktes, bei der der Körper mit Antikörpern auf Gluten reagiert. Weizenallergiker reagieren hingegen auf die im Getreide enthaltenen Proteine. Über die Nahrung aufgenommen, können diese Eiweißstoffe eine Weizensensitivität und somit allergische Reaktionen hervorrufen. 

Zu den typischen Symptomen gehören hierbei Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Völlegefühl oder Übelkeit. Aber auch andere körperliche Reaktionen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder gar Muskelbeschwerden können bei Weizensensitivität auftreten. 

  • Zöliakie: Bei einer Zöliakie wehrt sich das Immunsystem gegen das in Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel enthaltene Gluten. 
    Symptome: Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Gewichtsverlust, Kraftmangel.
  • Weizenallergie: Bei einer Weizenallergie handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems. 
    Symptome: Kopfschmerzen, Atemnot, Erbrechen, Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden, Antriebslosigkeit.
  • Weizensensitivität: Als Weizensensitivität bezeichnet man eine Intoleranz gegenüber Weizenbestandteilen, die wahrscheinlich nicht durch das im Getreide enthaltene Gluten ausgelöst wird. Sie wird auch als „Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizenunverträglichkeit“ bezeichnet.  
    Symptome: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkbeschwerden.

Weizenunverträglichkeit als Ursache für Reizdarm

Ähnlich wie bei einer Weizenunverträglichkeit gehören auch beim Reizdarmsyndrom Krämpfe, Übelkeit, Durchfall oder Völlegefühl zu den häufigsten Symptomen. Verwunderlich ist das nicht, immerhin leiden ein Drittel der vom Reizdarmsyndrom Betroffenen an einer Weizenunverträglichkeit. So kann ein Verzicht auf Weizen häufig schon nach wenigen Wochen die Symptome mildern. Generell kann die sogenannte FODMAP-Diät Reizdarm-Patienten helfen. 

Weizenunverträglichkeit testen lassen

Zunächst verfährt man hier nach dem Ausschlussprinzip mit dem Verzicht auf Weizenprodukte, um eine mögliche Zöliakie und Weizenallergie auszuschließen. Hilfreich kann auch ein Ernährungstagebuch sein. Lassen die Beschwerden nach, kann das auf eine Gluten- oder Weizensensitivität als mögliche Ursache für die Symptome deuten.

Festgestellt werden kann die Weizenunverträglichkeit auch mit einem Haut- oder Bluttest auf spezifische IgE-Antikörper beim Allergologen. Betroffene sollten Weizen durch alternative Produkte ersetzen und möglichst von ihrem Ernährungsplan streichen.

Weizen-Alternativen für Allergiker

Ob in Brot, Kuchen, Keksen, Nudeln oder gar Wurst — Weizen gehört zu den gängigsten und am häufigsten in Lebensmitteln verarbeiteten Getreiden. Doch es gilt nicht als das gesündeste und wirkt sich nicht nur auf Allergiker sondern immer häufiger auch auf gesunde Menschen zunehmend mit Unverträglichkeitsreaktionen aus. So ist auch eine Gewichtszunahme bei Weizenunverträglichkeit nicht auszuschließen. Betroffene können aber auf Alternativen zurückgreifen.  

Verzicht auf Weizen: 5 Alternativen für den Speiseplan

  • Roggen: Wie Weizen gehört Roggen zu den Getreidearten aus der Familie der Süßgräser. Es ist mit mehr Ballaststoffen und einem höheren Mineraliengehalt jedoch eine gesunde Alternative zu Weizen.
  • Amaranth: Tatsächlich ist Amaranth gar kein Getreide und ist gerade deshalb eine tolle Alternative bei Weizenallergie. Das hirseähnliche Wunderkorn der Inkas zählt zu den ältesten vom Menschen kultivierten Pflanzen und punktet mit zahlreichen Nähr- und Vitalstoffen. Dabei ist es auch noch komplett glutenfrei.
  • Hafer: Reich an wertvollen Eiweißen, Vitaminen und Mineralstoffen ist Hafer wohl eine der gesündesten Getreidearten. Der Vorteil: Im Gegensatz zu Weizen, das mehr unlösliche Ballaststoffe enthält, findet man im Hafer gleichermaßen unlösliche und lösliche Ballaststoffe. Letztere können die Blutfett- und Cholesterinwerte senken. Rezepttipp: Warmes Frühstück – drei leckere Varianten mit Hafer
  • Quinoa: Nicht zu Unrecht wird Quinoa seit bereits einiger Zeit als Superfood bezeichnet. In den Powerkörnern stecken alle neun Aminosäuren, Magnesium sowie Vitamin B2. Rezepttipp: Quinoa-Küchlein
  • Hirse: Auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit ist Hirse eine gute Alternative zu Weizen. Hirsemehl eigenet sich außerdem sehr gut zum Backen.