Weihnachten: Höchstleistung für den Magen-Darm-Trakt

Zu viel, zu fettig, zu heiß, zu scharf?

Die Weihnachtszeit ist für unsere Verdauung eine echte Herausforderung. Aber: Sie können einiges für ein richtig gutes Bauchgefühl tun…

Unsere Seele liebt saftige Braten, würzige Plätzchen und verlockende Süßigkeiten – der Magen muss es ausbaden und schwer schuften. Vor allem dann, wenn man weiterschlemmt, obwohl man doch eigentlich satt ist. Der Magen dehnt sich aus, um all die guten Dinge aufzunehmen. Aber irgendwann kommt er dann doch an seine Grenze. Die Folge: Sodbrennen, Völlefühl, Verstopfung oder auch nur schlichtes Bauchweh. Aber dagegen kann man etwas tun:

Bauchweh

Es zwickt und zwackt, der Bauch ist aufgebläht, manchmal kommt der Schmerz in Wellen, manchmal zieht es dauerhaft und unangenehm an nur einer Stelle. Ursache ist meist zu schnelles Essen – denn dann gelangt mit der Nahrung Luft in den Bauch, und das verursacht die Schmerzen. Was hilft: Aufs Sofa legen und den Bauch sanft im Uhrzeigersinn massieren. Im Uhrzeigersinn deshalb, weil so der Darm verläuft und man ihm hilft, zu entspannen. Was ebenfalls gut tut: Eine Viertelstunde mit der guten alten Wärmflasche auf dem Bauch oder ein spezieller Verdauungstee.

Verstopfung

Über die Festtage kommen leider viele Faktoren zusammen, die sich negativ auf die Verdauung auswirken. Man bewegt sich weniger, man isst Marzipan, Plätzchen, Schokolade, Kuchen. Auch der Festtagsbraten hat meist nicht wirklich Ballaststoffe. Und während der Feiertage gibt’s auch eine Menge Stress: Man ist vielleicht für ein paar Tage nicht zu Hause, der Tagesablauf ist anders, man sitzt viel mehr herum. Darauf reagiert der Darm oft mit Verstopfung. Experten raten: einen ausgiebigen Spaziergang machen, damit der Darm wieder in Bewegung kommt. Trockenobst bringt Schwung in die Verdauung, ebenso wie Pflaumensaft oder Naturjoghurt. Wenn es nach drei Tagen nicht besser wird, hilft ein leichtes Abführmittel aus der Apotheke.

Völlegefühl

Weihnachten ist alles irgendwie zu viel: Kohlenhydrate, Zucker, Fett – dazu Alkohol. Und weil es so lecker ist, essen viele einfach, bis die Magenwände spannen. Und dann drückt es im Darm, es kann auch zu Krämpfen und kolikartigen Schmerzen kommen. Leber und Galle müssen Überstunden schieben,um das schwere Essen zu verdauen. Der allseits beliebte Verdauungsschnaps entspannt zwar die Magenmuskulatur und lindert so das unangenehme Völlegefühl – aber Alkohol verzögert gleichzeitig die Verdauung. Das Gleiche gilt für einen Espresso. Am besten hilft ein ausgedehnter Verdauungsspaziergang oder ein Tee mit Anis, Kümmel und Fenchel. Auch ein Glas laues Wasser tut dem Magen gut. 

Sodbrennen

Das saure Aufstoßen hat dieselbe Ursache wie Völlegefühl: Zu viel, zu heiß, zu scharf, zu fettig. Aber es gibt ein paar Hausmittel, die gut gegen das Brennen in der Speiseröhre helfen können. Viele Betroffene schwören auf kalte Milch, ein Glas Wasser ohne Kohlensäure oder Quark. Auch Haferflocken können gut helfen, ebenso wie Kaugummi kauen. Das aktiviert die Speicheldrüsen, die Spucke neutralisiert die aufsteigende Säure. Auch gut: ein Stück trockenes Brot kauen.