Warum Vitamin-D-Aufnahme lebenswichtig für Körper und Seele ist

Rund 90 Prozent der Deutschen leiden an einem Vitamin-D-Mangel

Genau genommen ist Vitamin D kein Vitamin, sondern eine Hormon-Vorstufe, die unter anderem den Aufbau vieler anderer Hormone steuert. Es ist das einzige Vitamin, das wir selbst herstellen können. Aber: Für die Aufnahme von Vitamin D braucht der Körper Sonne. Es ist ein echtes Multitalent: Es beeinflusst die Leistungsfähigkeit, den Knochenaufbau, das Immunsystem, das Zellwachstum, das Herz-Kreislauf-System, das zentrale Nervensystem und das Gehirn. 

Vitamin D wird in der Haut gebildet 

Obwohl wir Vitamin D selbst bilden können, haben Studien ergeben, dass 80 bis 90 Prozent der Deutschen an einem Mangel leiden. Der Grund: zu wenig Sonne. Von Mai bis Oktober reichen etwa 15 bis 30 Minuten UVB-Strahlen auf der nackten Haut für die Aufnahme von Vitamin D, und um es für den Winter zu speichern. Im Winter klappt das nicht. Eine weitere Ursache für den Vitamin-D-Mangel: Die meisten Menschen reiben sich – glücklicherweise – mit Sonnencreme ein. Ab Lichtschutzfaktor 8 jedoch wird kein Vitamin D mehr gebildet.

Vitamin D ist gut für die Knochen 

Ist zu wenig Vitamin D im Körper vorhanden, erhöht sich das Risiko für Osteoporose. Vor allem bei Älteren brechen dann leichter die Knochen. Ein Vitamin-D-Mangel schwächt auch die Muskulatur. Kinder können sogar Rachitis bekommen. Dabei entkalken die Knochen, sie verformen sich und können nicht mehr richtig wachsen. Ein Vitamin-D-Spiegel von mehr als 30 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut gilt als optimal, 20 bis 29 Nanogramm sind ausreichend. Bei 10 bis 19 Nanogramm spricht man von einem leichten, bei unter 2 Nanogramm von einem schweren Mangel. Dazu muss es aber gar nicht kommen.

Vitamin D steckt in fettreichem Fisch

Gut 90 Prozent bildet der Körper selbst, die restlichen zehn Prozent der Vitamin-D-Aufnahme kommen über die Nahrung. Laut Experten benötigt ein Erwachsener pro Tag etwa 20 Mikrogramm des „Sonnen-Hormons“. Über das Essen nehmen wir aber nur 2 bis 4 Mikrogramm auf. Um den gesamten Bedarf zu decken, müssten wir jeden Tag 400 Gramm fettreichen Fisch wie Lachs oder Makrele oder vier Kilo Schweinefleisch. Experten raten zu Zusatzpräparaten (z. B. Vitamin D-Loges, Apotheke) – besonders jetzt, im Winter.