Behaupte-Dich-gegen-Mobbing-Tag 2017: Fünf Tipps gegen fiese Sticheleien am Arbeitsplatz

So können Sie sich gegen Mobbing zur Wehr setzen

22. Februar 2017

Die Zahlen sind erschreckend: In einer Studie des Markt- und Sozialforschungsinstituts Ifak in Taunusstein bei Wiesbaden kam heraus, dass jeder achte Arbeitnehmer an seinem derzeitigen Arbeitsplatz schon einmal gemobbt wurde. Der Großteil davon sind Frauen, immerhin stolze 81,3 %. Zum „Behaupte-Dich-gegen-Mobbing-Tag 2017“ zeigen wir Ihnen fünf Tipps, wie Sie sich gegen gezielte Anfeindungen am Arbeitsplatz stark machen.

 

Es beginnt meist ganz unauffällig: Hinter Ihrem Rücken wird getuschelt, Kollegen lästern, Ihre korrekte Arbeitsweise wird kritisiert, Ihre Arbeit wird sabotiert, Sie werden grundlos beim Chef angeschwärzt. Mobbing kann sich ganz unterschiedlich äußern, eine psychische Belastung für die Betroffenen stellt es immer dar. Und diese schlägt sich nicht selten auf das Privatleben und sogar die Gesundheit nieder. Mobbing kann sogar zu Depressionen und Burnout führen und ist daher niemals auf die leichte Schulter zu nehmen. Setzen Sie sich möglichst früh dagegen zur Wehr. Mit unseren fünf Tipps hat Mobbing am Arbeitsplatz keine Chance!

Anti-Mobbing Tipp 1: „Ich lasse mir nicht alles gefallen“

Viel zu oft nehmen wir fieses Verhalten von Kollegen hin und geben Ihnen damit die Möglichkeit, es immer wieder zu tun. Machen Sie Schluss damit. Setzen Sie sich Ihrem Widersacher entgegen, und das möglichst früh. Denn so rutschen sie gar nicht erst in die Opferrolle. Konflikte suchen ist schwer und unangenehm, keine Frage. Aber es ist dringend nötig, damit Ihr mobbender Kollege merkt, dass er einen ernstzunehmenden Widersacher in Ihnen hat, mit dem er sich nicht so einfach anlegen kann.

Anti-Mobbing Tipp 2: Bleiben Sie immer sachlich

Konfrontieren Sie Ihren Widersacher, stellen Sie sich ihm in den Weg — natürlich nur mit Worten —, bleiben Sie dabei aber stets sachlich. Begeben Sie sich nicht auf seine Ebene, schlagen Sie Ihn mit Argumenten. Und wenn ein klärendes Gespräch nichts hilft, machen Sie die Gemeinheiten publik.

Anti-Mobbing Tipp 3: Wenden Sie sich an Kollegen

Trauen Sie sich, und sprechen Sie mit Kollegen über die Gemeinheiten, die Ihnen angetan werden. Diese wird niemand gutheißen. Sie werden Unterstützer im Kollegenkreis finden, die sich im Zweifelsfall auf Ihre Seite schlagen. So merkt der Mobber, das Sie nicht länger alleine dastehen und er keine Chance mehr hat.

Anti-Mobbing Tipp 4: Beziehen Sie Ihren Chef mit ein

Niemand möchte als Petze dastehen. Wenn die Sticheleien Ihres Kollegen aber Ihre Arbeit behindern oder sich aber auf Ihre Psyche niederschlagen, ist es höchste Zeit, den Chef einzuschalten.

Anti-Mobbing Tipp 5: Jobwechsel als Alternative

Denken Sie früh genug drüber nach, ob es möglich wäre, einen anderen Job zu suchen. Und beginnen Sie mit der Suche nicht erst, wenn es zu spät ist. Denn den psychischen Druck, dem man ausgesetzt ist, wenn man gemobbt wird, darf man nicht unterschätzen. Wenn man erst einmal in der Mobbing-Falle gefangen ist, fällt es vielen schwer, die Kraft für eine anderweitige Bewerbung aufzubringen.

Lassen Sie sich nicht von dem Gedanken beeinflussen, dass der Mobber „gewonnen“ hat, wenn Sie gehen — es geht um Ihr Wohlbefinden, Ihre Gesundheit und Ihre Lebensqualität. Und die sollte Ihnen wichtiger sein als falscher Stolz.