Kurioses Phänomen: Diese äußeren Einflüsse machen uns hungrig!

Dicke Kellner, Jazz-Musik und Schwimmen regen unseren Appetit an

Hätten Sie’s gedacht? Unser Hungergefühl lässt sich von äußeren Einflüssen manipulieren. Warum und wie uns so kuriose Dinge wie die Figur des Kellners, Musik von Hugo Strasser oder Schwimmen plötzlich Lust auf Essen machen? Die spannenden Antworten lesen Sie hier. 

Der Kellner verleitet zum Schlemmen

Wenn wir ins Lokal gehen, achten wir hauptsächlich aufs Essen. Der Figur des Kellners schenken wir wenig Aufmerksamkeit. Und das ist ein großer Fehler. Insbesondere wenn wir auf unsere Linie achten. Denn dicke Kellner verleiten uns dazu, mehr zu konsumieren. Das entdeckten Forscher aus Jena. Der Grund: Wir haben dann kein schlechtes Gewissen und genießen sogar noch den kalorienreichen Nachtisch, den wir uns sonst verkniffen hätten.

Auch bei Alkohol werden wir unmäßiger 

Besonders vorsichtig sein heißt es, wenn im Hintergrund angenehme Jazzklänge ertönen, etwa von Hugo Strasser oder Max Greger. Das kann gleichfalls den Appetit anregen. Das liegt daran, dass wir uns pudelwohl fühlen. Und das versetzt uns in Schlemmerlaune. Zu dieser verblüffenden Erkenntnis kommen US-Wissenschaftler. Klassische Musik soll dagegen keinen Einfluss auf die Esslust haben. Die Experten vermuten, dass wir uns an die Klänge gewöhnt haben, weil wir sie überall hören, so zum Beispiel in der Werbung und in Filmen. Und somit beeinflussen sie unseren Appetit nicht.

Wer mit den Freundinnen einen feuchtfröhlichen Abend genießt, sollte ebenfalls aufpassen. Hat die Servicekraft überschüssige Pfunde auf den Hüften, neigen wir dazu, auch mehr Alkohol zu trinken. 

Im Wasser geraten die Hormone durcheinander

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum Sie ausgerechnet nach dem Schwimmen immer so einen Kohldampf schieben? Schuld daran ist nicht nur der erhöhte Energieverbrauch. Wenn wir ins kalte Wasser hüpfen, gerät der Hormonhaushalt kurzzeitig durcheinander. Dann produziert der Organismus mehr Ghrelin, und wir haben Hunger. Zugleich befindet sich weniger Leptin im Körper. Das ist ein sättigendes Hormon. Schwimmen wir im warmen Wasser, bleiben die Hormone hingegen einiger maßen im Gleichgewicht, und der Riesenhunger bleibt aus.

Wem Letzteres lieber ist, der sollte also besser an einem Warmbadetag ins Schwimmbad gehen, der in vielen Städten einmal wöchentlich angeboten wird. Die Temperatur beträgt dann etwa 30 Grad. 

Vorsicht, Blaulicht!

US-Experten sind noch einem weiteren bislang unterschätzten Dickmacher auf den Fersen: blauem Licht. Dieses geben zum Beispiel PC-Monitore ab. Nehmen wir dieses kurz vor oder während des Abendbrots auf, nimmt der Appetit sogar noch zu – und hält bis zu zwei Stunden an! Das verrät eine Studie. Offenbar aktiviert das Licht das Appetitzentrum im Gehirn. Wir können uns schützen, indem wir die elektrischen Geräte einfach ausschalten.

Das könnte Sie auch interessieren:
Jetzt bewiesen: Mit Low Carb schnell abnehmen
Warum nehme ich nicht ab? Wie Hormone unser Gewicht beeinflussen
So klappt das Abnehmen: Der Stoffwechseltyp ist entscheidend
Was tun gegen Heißhunger?
Diät-Check „Schlank im Schlaf“: Wie funktioniert's?
 

Themen