Wie künstliches Licht auf uns wirkt

Licht an für die Gesundheit

Wohnungsbeleuchtung, Straßenlaternen oder Smartphone-Display – tagtäglich sind wir künstlichem Licht ausgesetzt. Personen wie Schichtarbeiter oder Patienten auf Intensivstationen sogar in besonderem Maße. Doch was bedeutet das für unseren Körper?

 

Biorhythmus: Schlafforscher konnten nachweisen, dass zu viel oder falsch gewähltes künstliches Licht den biologischen Tag-Nacht-Rhythmus aus dem Gleichgewicht bringt. Stadtbewohner, die selbst nachts noch einem relativ hell leuchtenden Himmel ausgesetzt sind, schlafen Untersuchungen zufolge erst später und weniger erholsam als Menschen in dunklen ländlichen Gegenden. Die Erklärung: Nur bei Dunkelheit schüttet der Organismus das Schlafhormon Melatonin aus. Grelle Lichttöne fördern hingegen die Produktion des Muntermachers Serotonin.

Psyche: Und auch auf unser Wohlbefinden nimmt Licht einen Einfluss. Das spüren wir deutlich nach dem Winter, wenn uns die ersten warmen Sonnenstrahlen in Hochstimmung versetzen. Ähnliches ist bei künstlichem Licht mit einer Farbtemperatur von mehr als 6.500 Kelvin zu beobachten. Qualitativ kommt es dem natürlichen Licht recht nahe und veranlasst die Bildung von Glückshormonen. Tageslichtlampen sind somit eine gute Hilfe bei Winterdepressionen.

Lichttherapien: Von wärmendem Rotlicht profitieren vor allem Gelenk- und Rückenpatienten, denn es lindert Entzündungen und verbessert die Durchblutung. Blaulichttherapien helfen bei Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte. Das Blaulicht verändert die Genaktivität in der Haut. Dadurch bilden sich Hormone mit schmerz- und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Solarium: Als bedenklich wird künstlich hergestelltes UV-Licht eingestuft. Die Sonnenbank-Bestrahlung kann nämlich bis zu 15 mal intensiver ausfallen als die natürliche Mittagssonne. Entsprechend höher ist somit auch das Hautkrebsrisiko.

Zu Hause richtig beleuchten

Ess- und Wohnraum: Mehrere Lichtquellen einsetzen: helle Lampen zum Lesen, indirektes oder gedimmtes Licht zum Entspannen, Deckenbeleuchtung zu den Mahlzeiten 

Schlafbereich: Kalte, blaue Strahlung macht wach, deshalb besser warmes Licht verwenden 

Bad: Doppelte Versorgung: warmes Licht abends, kühleres morgens 

Küche: Kühles Licht zum Arbeiten, ansonsten Licht bis zu 3 300 Kelvin

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