Kaffeesucht: Macht Koffein wirklich süchtig?

Abhängig von der braunen Bohne?

Ohne ihn bekommen viele von uns morgens ihre Augen kaum auf: Mit jährlich 162 Litern pro Kopf ist Kaffee pro Kopf das Lieblingsgetränk der Deutschen (Quelle: Tchibo). Aber: Was löst das Kultgetränk im Körper eigentlich aus und kann man wirklich von einer Kaffeesucht sprechen? 

Eigenschaften: Was wird Kaffee nachgesagt?

Koffein ist ein Alkaloid, das der Kaffeepflanze als Abwehr gegen Schädlinge dient. Beim Menschen stimuliert dieser Stoff das Nervensystem und steigert tatsächlich die Konzentration. Das klappt schon bei nur einer Tasse Filterkaffee. Ein paar mehr davon am Tag – regelmäßig genossen – sollen sogar das Diabetes- und Hautkrebsrisiko senken, die Gefäße elastisch halten, bei Migräne helfen und nach neuesten Erkenntnissen auch vor Alzheimer schützen. Kaffee besitzt also durchaus gesundheitsförderliche Eigenschaften!

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Kaffeesucht: Was ist dran?

Fakt ist, dass Kaffee wach macht. Das ist ein Punkt, weshalb wir süchtig nach Kaffee sind: Wir wollen fit für den Tag sein! Fakt ist aber auch, dass Kaffeetrinker bei plötzlichem Koffeinverzicht häufig unter Entzugserscheinungen wie Zittrigkeit, Kopfweh und Herzflattern leiden. Und sicher ist ebenso, dass Koffein eine Kettenreaktion auslöst: Die Stresshormone Adrenalin und Kortisol werden ausgeschüttet, deshalb steigt der Blutzuckerspiegel an. Das lässt wiederum den Insulinspiegel in die Höhe schnellen. Kaffeejunkies stehen also ständig unter Strom. Wer täglich Kaffee trinkt, braucht bald immer mehr davon, um die wachmachende Wirkung weiterhin zu spüren.

Auf Kaffee verzichten?

Es ist mit dem Koffein wie mit allem: Die Dosis macht das Gift. Empfohlen sind maximal 400 mg am Tag – eine Tasse Filterkaffee enthält ca. 90 mg Koffein. Wenn’s mehr wird, können Nervosität und Herzrasen die Folge sein.