So lang bleiben abgelaufene Lebensmittel tatsächlich frisch

Kann ich das noch essen?

Viele Verbraucher neigen dazu, abgelaufene Lebensmittel sofort wegzuwerfen, wenn das Haltbarkeitsdatum auch nur ein wenig überschritten ist. Pro Jahr landen 82 Kilo Lebensmittel pro Person (!) im Müll – meist völlig unnötig, denn vieles ist noch genießbar.

Naturjoghurt ist oft noch Wochen gut!

Abgelaufene Lebensmittel haben häufig eine längere Lebensdauer als wir denken. Mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) garantiert der Hersteller die aus seiner Sicht optimale Qualität bis zu diesem Zeitpunkt. Dass ein Produkt gleich nach Ablauf schlecht wird, ist also höchst unwahrscheinlich. Naturjoghurt zum Beispiel kann auch noch vier Wochen nach Ablauf absolut einwandfrei sein.

Trocken gelagert hält auch Mehl länger

Kaffee, Nudeln, Reis und Mehl lassen sich auch noch acht Wochen nach Ablauf problemlos verwenden. Bei kühler und trockener Lagerung wird auch der Geschmack nicht beeinträchtigt. Achtung, sind Motten im abgelaufenen Mehl, dann weg damit. Sind Eier abgelaufen, lassen sie sich noch etwa eine Woche zum Backen und Kochen verwenden.

Bei Ablaufdatum ist Vorsicht geboten

Anders sieht die Sache beim Verbrauchsdatum aus, mit dem z. B. abgepacktes Fleisch versehen ist. Hier sollte das Produkt tatsächlich bis zum entsprechenden Zeitpunkt zumindest zubereitet werden. Tipp von Lebensmittelexperten: Verbraucher sollten sich ruhig auf ihre Sinne verlassen. Am abgelaufenen Lebensmittel riechen, Produkt genau anschauen – ist etwas wirklich nicht mehr gut, merkt man es schnell.

Die Lagerung ist entscheidend

Jeder Kühlschrank ist in verschiedene Kühlzonen (im Idealfall zwischen zwei und acht Grad) aufgeteilt. Gemüse und Obst kommen in die dafür vorgesehene Schublade. Hat Ihr Kühlschrank eine BioFreshZone? Umso besser. Auf der untersten Ebene, der kältesten, finden Fleisch und Wurst den perfekten Platz. Milchprodukte gehören in die Mitte, während Butter, Konfitüren – im Sommer auch Brot – sich ganz oben wohlfühlen. Die Fächer in den Türen sind für Säfte, Soßen und Milch ideal. Wichtig: Kühlkette möglichst nicht unterbrechen, nehmen Sie zum Einkauf eine Isoliertasche (im Sommer auch Kühlakkus) mit.

Und wenn’s schon geöffnet ist?

Essensreste entweder in Frischhaltedosen packen oder gut mit Folie abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Produkte wie Müsli, Mehl und Grieß nach dem Öffnen gut verschließen oder in Vorratsbehälter umfüllen. Brotaufstriche stets mit einem sauberen Messer oder Löffel entnehmen, damit sich kein Schimmel bildet.