Frisuren ab 50: Volleres, kräftigeres, gesünderes Haar

Das braucht Ihr Haar jetzt

Michelle Pfeiffer (60): Jenseits der 40 trägt frau nicht mehr lang? Ach, das ist doch Unsinn! Leichte Stufen verhelfen zu mehr Fülle. Sharon Stone (61) kann ihren coolen Kurzhaarschnitt glatt gegelt oder so wie hier mit viel Volumen am Operkopf gestylt tragen – super. Sandra Bullock (54) beweist, wie großartig ein Long-Bob in diesem Alter aussehen kann – wir sind ganz verzaubert. Kim Cattrall (62) trägt den trendigen Clavi-Cut. Blond, schulterlang und dazu in schmeichelhafte Wellen gelegt – das ist ein idealer Style für coole Frauen, die schon etwas länger jung sind. Julianne Moore (58) Easy, schnell gemacht und verjüngend: Der straffe, hohe Knoten wirkt wie ein Mini-Lipfing, außerdem ist der Style trendy.

Unsere Haare sind unser schönster Schmuck. Und das soll bitte auch so bleiben, trotz hormoneller Schwankungen. Wir zeigen Ihnen tolle Frisuren ab 50 und mit welcher Pflege Ihr Haar Kraft und Glanz bekommt.

Hitzewallungen, trockene Haut, Stimmungsschwankungen – alles nicht schön, aber das kennen wir, und wir wissen, was man gegen Wechseljahrsbeschwerden unternehmen kann. Worüber sehr viel seltener gesprochen wird, sind die Veränderungen, die unser Haar in dieser Zeit des Wandels durchläuft. Und ganz ehrlich, damit wollen wir uns nun eigentlich nicht auch noch herumschlagen, oder? Trotzdem sollten wir uns der Problematik stellen – denn nur so lässt sich auch, zum Glück, Abhilfe schaffen. 

Veränderung ab 50: Was genau passiert

Der Körper produziert jetzt immer weniger Hormone, der Östrogenspiegel sinkt, das begünstigt auch Haarausfall, weil diese Botenstoffe die Dauer des Haarzyklus und die Teilungsaktivität der Haarfollikel beeinflussen können. Ab der Menopause betrifft das etwa jede fünfte Frau, schätzen Experten. Außerdem kann es durch die gestörte Balance zwischen männlichen und weiblichen Hormonen zu einer Talgüberproduktion kommen. Das Ergebnis: Die Haare werden fettiger, lassen sich schwieriger stylen. Das heißt dann leider oft: Volumen ade, hallo Bad Hair Day! Dazu kommt, klar, die abnehmende Melaninproduktion. Die Haarfaser verliert Farbe, wird trockener und spröder, der Schopf lässt sich weniger leicht frisieren. Einzelne „graue“ Haare gibt es übrigens nicht – nur weiße.

Die richtige Pflege ist jetzt das A und O

Jetzt ganz wichtig: Das Haar nicht zu häufig waschen, zwei bis dreimal pro Woche mit jeweils einmaligem Shampoonieren ist völlig ausreichend. Dabei auf eine lauwarme Wassertemperatur achten – Hitze (auch beim Föhnen) reizt die Kopfhaut. Greifen Sie zu milden Shampoos ohne Silikone. Die lagern sich nämlich auf der Kopfhaut an und verkleben sie, was auch die Durchblutung beeinflussen kann. Spezielle Tinkturen mit anregenden Inhaltsstoffen wie Koffein können helfen. Minoxidil (zum Beispiel in Regaine) regt das Haarwachstum an. Wenn der „Nachwuchs“ trotz allem auf sich warten lässt, kann der Mediziner weiterhelfen. Ein Dermatologe ist hier der richtige Ansprechpartner. Eine praktische Notlösung für zwischendurch: so genanntes Streuhaar (heißt wirklich so), das kahle Stellen an Scheitel und Stirn schnell und ohne Aufwand optisch auffüllen kann.

Auch Vitalstoffe spielen eine wichtige Rolle

Neben der Vermeidung von Stress kommt es auch auf eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit viel Obst und Gemüse an: Das Haar leidet nämlich auch unter einem Mangel an Vitalstoffen. Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform mit Wirkstoffen wie Zink, Biotin, Kieselerde, Vitaminen oder dem Spurenelement Eisen (besonders Vegetarier und Veganer haben oftmals davon zu wenig) unterstützen und kräftigen von innen heraus. Wichtig: Die Produkte regelmäßig einnehmen, denn sie entfalten oft erst nach drei Monaten eine sichtbare Wirkung.

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