Vorsicht vor Computersucht bei Kindern

Erkennen und handeln Sie frühzeitig

„Bitte, nur noch fünf Minuten“, beschwört der zwölfjährige Timo seinen Vater. Schließlich möchte er das PC-Spiel noch zu Ende machen. Doch dieser verzweifelt allmählich, weil sein Sohn immer mehr Zeit vorm Rechner verbringt. Sobald er mal einen Tag auf seinen Laptop verzichten muss, wirkt er ruhelos und ist schnell gereizt. Daher fragt sich der Vater zurecht: „Sind das bereits erste Anzeichen einer Abhängigkeit und wie kann ich eine mögliche Computersucht erkennen?“

Computersucht bei Kindern wird oft verkannt

Timo ist kein Einzelfall. Experten schätzen, dass schon über eine halbe Millionen unter 18-Jähriger an den Folgen des übermäßigen Konsums leiden. Sie vernachlässigen Kontakte, werden rasch aggressiv und fehlen öfter in der Schule. Das sind die ersten Computersucht Symptome. Die ungesunde „Besessenheit“ kann entstehen, wenn Eltern das Suchtpotenzial unterschätzen und keine festen Regeln für den Gebrauch aufstellen.

Wie eine neue Umfrage der DAK Krankenkasse in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen verrät, gibt es in jeder zweiten Familie keine zeitliche Einschränkung für die Nutzung. Und somit sitzt der Nachwuchs oft Stunden vorm PC. Doch handelt es sich dann schon um eine ernsthafte Computersucht? Hilfe für Eltern könnte wie Website www.computersuchthilfe.info sein. Hier können sich Eltern, die wissen möchten, wie viel Zeit das Kind genau täglich am PC sitzt, ein Tagebuch herunterladen und entsprechende Notizen machen. So bekommen sie einen Überblick.

Schützen Sie Ihr Kind vor Computersucht

Eltern schützen ihre Kinder vor Computersucht, indem sie Grenzen setzen.

So sollten 11- bis 13-Jährige den PC maximal eine Stunde täglich benutzen. Ab 14 Jahren dürfen es dann 30 Minuten mehr sein.

Außerdem ist es ratsam, auch Alternativen anzubieten, etwa einen Spieleabend oder einen Ausflug.

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