Histamin- und Fruktoseintoleranz: Symptome, Behandlung und Ernährung

Was darf auf den Teller?

Rotwein und Käse – für die meisten eine köstliche Kombi. Anders, wenn man unter einer Histaminunverträglichkeit leidet. Bei dieser Pseudo-Allergie reagiert der Körper mit Kopfweh, Hautrötungen und Herzrasen. An welchen Symptomen man Fruktoseintoleranz und Histaminunverträglichkeit erkennt und wie man trotzdem noch das Essen genießen kann, lesen Sie hier.

 

Ernährung mit Histaminintoleranz

Als Faustregel  bei der Ernährung mit Histaminintoleranz gilt: Frisches futtern – dann ist der Histamingehalt geringer. Auch jungen Käse verträgt der Körper besser: Frischkäse, Mozzarella, Ricotta, jungen Gouda, Butterkäse. Dagegen Hände weg von allem, was gereift, gegoren oder fermentiert ist. Verträglich sind Schinkenwurst, Bierschinken, gekochter Schinken oder Fleisch in Aspik. Ebenso wie frisches oder tiefgekühltes Geflügel. Auch weißer Fisch wie Heilbutt darf auf den Teller. Mit Thunfisch, Makrelen und Sardinen oder Meeresfrüchten sollten Betroffene allerdings vorsichtig sein.

Weißwein oder Rotwein bei Histaminunverträglichkeit? 

Gemüse ist in der Regel histaminarm, doch um Tomaten, Spinat und Sauerkraut sollten Sie besser einen Bogen machen. Wein ist erlaubt: histamin-geprüfter Rot- oder histaminarmer Weißwein wie Grüner Veltliner. Vorsicht dagegen bei überreifem Obst.

Fruktoseintoleranz erkennen

Rumort der Magen regelmäßig nach dem Genuss von Früchten, Marmelade oder Saft, kann das auch am Fruchtzucker (Fruktose) liegen. Reichlich davon enthalten ist in Äpfeln, Birnen und Trauben. Süße Kirschen und Aprikosen darf man bei einer so genannten Fruktosemalabsorption dagegen naschen. Ebenso wie Bananen, Honigmelonen und Zitrusfrüchte: Sie enthalten Glukose (Traubenzucker), die die Aufnahme von Fruchtzucker erleichtert. 

Zuckertrick 

Zusammen mit Milchprodukten wie Sauermilch-Joghurt, Quark, Skyr oder Grießbrei wird Obst deutlich verträglicher – das senkt die Konzentration von Fruktose und sie wird langsamer abgebaut. Vielen hilft es auch, fruktosehaltiges Obst mit Traubenzucker zu bestreuen. Und wenn es ein Fruchtgetränk sein soll: Saft einfach mit viel Wasser zur Schorle mixen. Ob wirklich eine Unverträglichkeit auf Fruktose oder Histamin vorliegt, sollten Sie am besten beim Arzt abklären lassen!