Kurkuma: Allroundtalent aus der Natur

Die heilende Wirkung der Wurzel ist seit rund 5.000 Jahren bekannt – Kurkuma wird im Ayurveda und auch in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Was in der Knolle steckt und warum sie so beliebt ist, lesen Sie hier.

Sie wird auch „Zauberknolle“ oder „Gewürz des Lebens“ genannt. Bei uns heißt Kurkuma schlicht Gelbwurzel – und sie ist Hauptbestandteil des Currypulvers aus dem Supermarkt.

Das kann die Zauberknolle

Curcumin heißt der Stoff, der so gesund ist und der dem Gewürz seine sattgelbe Farbe verleiht. Dieser Stoff wird immer wieder untersucht. Mit erstaunlichen Resultaten: Laborversuche ergaben, dass Curcumin krebshemmende Eigenschaften hat und die Ablagerung ganz bestimmter Eiweißkomplexe im Gehirn verhindert. Diese Eiweiß-Komplexe könnten an der Entstehung der Alzheimer-Krankheit beteiligt sein.

Kurkuma als Vitamin-Lieferant

Bereits seit Jahren bekannt sind die verdauungsfördernden Eigenschaften der Gelbwurzel: Ihre Inhaltsstoffe regen die Leber dazu an, mehr Gallensäuren auszuschütten. Diese binden Nahrungsfette und machen sie verdaulich. So werden Blähungen und Völlegefühl gelindert. Außerdem ist Kurkuma eine Superquelle für Eisen, Magnesium, Mangan, Vitamin B6 und Kupfer.

Das Gewürz scheint ein wahres Zaubermittel zu sein. Aber: Es gibt da den einen oder anderen Haken. Die bisherigen Ergebnisse stammen nur aus Laborversuchen – das bedeutet nicht, dass sie beim Menschen den gleichen Effekt haben. Und: Curcumin ist schlecht wasserlöslich und kann nur in geringem Maß über den Darm aufgenommen werden. Deshalb bringt ein Kurkuma-Tee nur wenig.

Zwar gelangt Curcumin mit den Nahrungsfetten zusammen in den Darm, es kann deshalb etwas besser gelöst werden – aber über die Leber wird es schnell wieder ausgeschieden. In der Apotheke gibt es Extrakte (z. B. Curcumin Loges), die besser verwertet werden können.

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