Delikatesse und Heilmittel: Die Artischocke

Schon die alten Ägypter wussten um ihre Wirkung

Cynara Scolymus lautet ihr lateinischer Name, und sie wurde wegen ihrer heilsamen Wirkung schon bei den alten Ägyptern und in der Antike hoch geschätzt. Ursprünglich stammt das Distelgewächs aus dem vorderen Orient, die Araber brachten sie im 13. Jahrhundert mit nach Spanien, von dort aus trat sie ihren Siegeszug durch Europa an. Heute wird sie in Frankreich, Spanien, Italien, den USA, Argentinien und Ägypten angebaut.

Bitterstoffe Sie schmecken – wie ihr Name schon sagt – bitter, aber sie sind supergesund. Artischocken enthalten eine Menge Cynarin. Dieser Bitterstoff regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an und reguliert somit die Verdauung. Man kann die Artischocke prima als Vorspeise essen, da sie den Appetit anregt. Cholesterin Artischocken reduzieren die Triglyzeride im Blut und senken dadurch einen zu hohen Cholesterinspiegel. Sie reduzieren das schlechte Cholesterin LDL (es lagert sich an den Gefäßwänden an) und erhöhen das HDL, das gute Cholesterin (es transportiert das schlechte Cholesterin wieder ab).

Vitamine Das hübsche Gemüse wird außerdem empfohlen, um abzunehmen. Denn es enthält viele Ballaststoffe – diese hinwiederum sind gut für die Verdauung und den Darm. Sie enthalten laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung viel Wasser, wenig Kohlenhydrate und sind fettfrei. Reich ist die Artischocke dagegen an Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Kupfer und Mangan. Außerdem verfügt sie über einen hohen Anteil an Karotinoiden, die im Körper freie Radikale angreifen und vernichten. Ihr Kohlenhydrat Inulin ist auch für Diabetiker geeignet.

Gut für die Blase Das Gemüse wirkt auch harntreibend und entzündungshemmend, etwa bei einer Zystitis. Man lutscht die Blattansätze der Knospe aus und isst dann den Boden – allerdings nur gekocht. Am besten gart man die ganze Knospe 15 Minuten in Zitronenwasser.

Themen