Ölziehen: Anleitung und wofür es gut ist

Was hinter dem uralten Brauch steckt

Seit Tausenden von Jahren wird das Ölziehen im indischen Ayurveda und in der russischen Volksmedizin praktiziert. Es soll vor Bakterien, Pilzen und Viren schützen, den Körper entgiften und gut für die Zähne sein. Warum es so gesund ist und die Anleitung zum Ölziehen lesen Sie hier.

Der Zeitpunkt 

Ölziehen macht man morgens auf nüchternen Magen. Dazu wird ein Teelöffel Speiseöl im Mund drei Minuten hin und her gerollt. Oft wird empfohlen, die Prozedur für 15 bis 20 Minuten durchzuführen – aber dann sollte man zwischendurch das Öl in ein Taschentuch spucken und durch frisches ersetzen. Anschließend dann ganz normal die Zähne putzen.

Gegen Parodontitis

Dr. Wolfgang H. Koch, Zahnarzt und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Parodontose Hilfe, empfiehlt das Ölziehen zur Vorbeugung gegen die Bakterien, welche Parodontitis auslösen. Die natürliche Mundflora wird dadurch wieder gestärkt. 

Gegen Karies 

In einer englischen Studie konnte belegt werden, dass sich der Anteil der Karies auslösenden Bakterien „Streptococcus mutans“ schon nach 45 Tagen Ölziehen um ganze 30 Prozent verringerten. Außerdem soll es die Zähne auf Dauer weißer machen. 

Ölziehen gegen Mundgeruch

Indische Untersuchungen haben ergeben, dass Ölziehen die Bakterien und Pilze abtötet, welche den schlechten Atem verursachen. Dazu sollte man auch die Zunge mit einem Esslöffel oder speziellen Zungenschaber aus der Apotheke reinigen. 

Entgiftung 

Und: Das Ölziehen regt die Drüsen der Mundschleimhaut zur verstärkten Absonderung von Schadstoffen an. Der Körper wird ganz natürlich entgiftet.