Schöne Haut in den Wechseljahren

Ihr wahres Alter muss man Ihnen nicht ansehen...

Die Hautpflege-Routine muss in den Wechseljahren verändert werden... Wenn die Haut spannt, freut sie sich über eine Feuchtigkeits-Maske. Inhaltsstoffe wie Hyaluron oder Glyzerin hydratisieren. Auch Körperhaut wird trocken. Urea oder Aloe vera helfen.

Die Haut spannt, Sie schlafen nicht mehr so gut durch wie früher, sind leicht reizbar, fühlen eine nervöse Unruhe und Abgespanntheit? Irgendwas ist anders, aber Sie können nicht wirklich den Finger drauflegen? Dann haben sich bei Ihnen vielleicht schon erste Symptome der Wechseljahre eingeschlichen. Wir haben Tipps, Tricks & die richtigen Pflege-Ideen – alles für ein Aussehen im Einklang mit Ihrer inneren Gelassenheit.

 

Erste Anzeichen
Es fängt früher an als gedacht

Menopause? Betrifft mich doch nicht! So oder ähnlich denken wohl viele Frauen Anfang bis Mitte 40. Das ist doch etwas, womit sich nur Frauen in den 60ern beschäftigen müssen. Dabei beginnt die Übergangsphase durchschnittlich mit 47,5 Jahren, das heißt, nicht wenige Frauen sind schon vorher betroffen. Ein unregelmäßiger Menstruationszyklus ist ein erstes, sehr verlässliches Anzeichen dafür. Nur schieben das Frauen gerne auch auf zu viel Stress im Beruf oder Ärger in der Familie. Gleiches gilt für Schlafunregelmäßigkeiten, Stimmungsschwankungen und trockenere Haut mit ersten Spannungsgefühlen. Schuld an diesen Folgen für den Organismus und den Teint ist der beginnende Abfall von Hormonen wie Östrogen und Progesteron. Hormonelles Aging fängt an.

Mitten drin
Das passiert in den Wechseljahren mit der Haut

In den Wechseljahren wird die Haut dünner, trockener und empfindlicher, wir werden also buchstäblich „dünnhäutiger“, zusätzlich verliert sie an Volumen und Festigkeit. Die Elastin- und Kollagenproduktion in den Zellen nimmt ab. Aus kleinen Fältchen werden tiefere Falten, das Gesicht verliert an Kontur (engl. „Sagging“), da die Epidermis den Halt zur Dermis verliert, der Teint wirkt blasser und weniger strahlend. Dafür ist auch die reduzierte Talgproduktion verantwortlich, die mit dem Rückgang der Hormone Hand in Hand geht. Außerdem kommen oftmals aufgrund der hormonellen Veränderungen Pigmentflecken und Melaninverschiebungen hinzu. Dank richtiger Pflege ist es jedoch möglich, die Haut auch in den Wechseljahren gut zu versorgen, sie aufzupolstern (mit Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure) und Unebenmäßigkeiten entgegenzuwirken (mit aufhellendem Vitamin C). Wer nachts aufgrund von Hitzeschüben schlecht schläft, kann dem auch mit kühlenden Cremes (etwa „Neovadiol Nacht“ von Vichy mit Cooling-Effekt) sehr effektiv entgegenwirken.

Was danach passiert
Damit sollten Sie rechnen

Ab etwa Mitte 60 wirkt der Teint leicht etwas matter. Das kommt daher, dass sich die Epidermis verdickt, da sich die Zellteilung während der Wechseljahre in der Haut insgesamt verlangsamt und die Durchblutung abnimmt. Die Folge? Abgestorbene Hautschüppchen an der Oberfläche wirken wie ein Grauschleier. Die Lösung: regelmäßiges Peelen der Haut, egal, ob mechanisch (etwa mit mikrofein gemahlenen Obstkernen) oder enzymatisch (Cremes mit Ananas- oder Papaya-Enzymen) oder durch Fruchtsäuren. Das schilfert sanft die oberste Hautschicht ab, und frische Haut wird sichtbar. Unterstützend können hier neuartige Cremes helfen, die mit zarten roséfarbenen, mineralischen Pigmenten die Haut in den Wechseljahren rosig-jugendliche aussehen lässt. Die Haut strahlt wieder Vitalität und Energie aus.

Noch ein paar Tipps
Fürs Rundum-Wohlgefühl

Gegen unerwünschte Begleiterscheinungen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder sogar depressive Episoden (immerhin leiden zwei Drittel aller menopausalen Frauen in Deutschland – und das sind 15 Millionen – in unterschiedlichen Intensitätsgraden an einem oder mehreren dieser Symptome) helfen Hormonersatztherapien – vom Gynäkologen beraten lassen – oder pflanzliche Medikamente mit Wirkstoffen wie beispielsweise Sibirischer Rhabarber (Apotheke). Unterstützend bringt es darüber hinaus etwas, koffein- und alkoholhaltige Getränke sowie scharfe Speisen zu reduzieren und in puncto Bekleidung auf das „Zwiebelprinzip“ zu setzen, das heißt, über einem Oberteil eine Strickjacke zu tragen, die bei Bedarf einfach abgelegt werden kann. Gezieltes, regelmäßiges Entspannungstraining, etwa mit achtsamkeitsbasierter Stressreduktion, Yoga oder Autogenem Training, fördert ebenfalls den gelassenen Umgang mit der Gesamtsituation und sorgt für einen buchstäblich heiß ersehnten „kühleren Kopf“.