Frische Säfte: Das sollten Sie beim Einkauf wissen

Nur lecker oder auch gesund?

25. November 2016

Gerade in der Erkältungszeit ist es wichtig, genügend Frische Säfte zu sich zu nehmen, um einen intakten Vitaminhaushalt sicherzustellen. Also: Prost!

Wir Deutschen sind Weltmeister im Saft-Trinken. Pro Jahr schlürft jeder von uns gut 20 Liter. Ganz oben auf der Beliebtheits-Skala stehen Orangen- und Apfelsaft. Aber: Sind die Durstlöscher nur lecker oder auch gesund? Eines steht fest: Frischer Saft ist nicht gleich frischer Saft.

Fruchtsaft oder Direktsaft? Frische Säfte und ihre Bezeichnungen

Auf den Verpackungen und Flaschen finden Sie die unterschiedlichsten Angaben. Nur, was sagen diese eigentlich über frische Säfte genau aus?

Fruchtsaft: Er muss zu 100 Prozent aus der Frucht bestehen. Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen Direktsaft und Saft aus Fruchtsaftkonzentrat. Der Direktsaft wird sofort in Flaschen oder Verpackungen abgefüllt. Weil es leichter zu transportieren ist, entziehen aber manche Hersteller dem Saft erst das Konzentrat und geben später wieder den Wasseranteil hinzu. Viele glauben,
Säfte aus Konzentrat seien minderwertig. Stimmt nicht. Eine Untersuchung von Stiftung Warentest hat gezeigt: Viele Konzentrate können als frischer Saft durchaus mit Direktsaft mithalten.

Nektar: Er besteht je nach Sorte zu 25 bis 50 Prozent aus Frucht, der Rest ist Wasser und meist Zucker. Oft enthält das Getränk auch Milch-, Zitronen- und Ascorbinsäure.

Fruchtsaftgetränk: Leider verspricht der Name mehr als der Inhalt. Denn im Drink stecken lediglich 6 bis 30 Prozent Frucht. Der Rest sind Wasser, Zucker – und häufig verschiedene Farbstoffe und Aromen. Eine wirklich gesunde Variante ist die Mischung deshalb nicht – frische Säfte haben mit diesen Getränken eher wenig gemein.

Sirup: Mit Fruchtsaft hat er nur noch wenig gemeinsam. Denn der größte Teil ist Zucker. Sogar Qualitäts-Sirup hat nur einen Fruchtanteil von 7 bis 10 Prozent. Man trinkt ihn mit Mineral- oder stillem Wasser.

Diese Sorten sind Vitamin-Bomben

Zum Frühstück mögen wir liebend gerne O-Saft. Als frischer Saft ist er auch richtig gesund: Ein frisch gepresstes Glas Saft enthält 100 Milligramm Vitamin C – damit ist der gesamte Tagesbedarf eines Erwachsenen gedeckt. Frische Säfte aus dem Supermarkt enthalten etwas weniger, denn durch die Lagerung geht ein Teil an Vitamin C verloren. Die Regel: Steht auf der Verpackung „reich an Vitamin C“, muss der Saft mindestens 60 Milligramm pro Glas enthalten. Besonders viel Vitamin C enthalten auch Sanddorn-, Acerola-, Zitronen-, Grapefruit- und schwarzer Johannisbeer-Saft.

Übrigens ist naturtrüber Apfelsaft gesünder als klarer. Er wird weniger geschleudert und nur ganz kurz pasteurisiert. So bleiben viele gesunde Pflanzenstoffe erhalten. Allerdings enthalten solch süße frische Säfte eine Menge Zucker. Auf einen Liter Apfelsaft kommen 33 Würfelstücke Zucker – fast so viel wie bei Cola.