Kreislauf anregen: Diese Tipps bringen Sie in Schwung

Das hilft gegen Kreislaufprobleme

Viel trinken, vor allem Wasser und Tee, helfen dem Körper bei der Sauerstoffversorgung. Wechselduschen am Morgen helfen, den Kreislauf anzuregen. Wer regelmäßig Sport treibt, hält seinen Kreislauf in Schwung.

Temperaturschwankungen, niedriger Blutdruck oder zu wenig Flüssigkeit - Kreislaufprobleme können verschiedene Auslöser haben. Die Folge: Man fühlt sich müde, schlapp und plötzlich dreht sich alles im Kopf. Doch glücklicherweise gibt es viele Tipps, die den Kreislauf anregen und uns wieder in Schwung bringen.

Nicht nur Wetterfühligkeit kann uns krank machen. Auch Stress, zu schnelles Aufstehen, Sauerstoffmangel oder üppige Mahlzeiten können Ursachen für Kreislaufprobleme, Schwäche- oder Schwindelgefühl, mitunter sogar einem Ohnmachtsanfall, sein. 

Grund dafür ist das kurzzeitige Sinken des Blutdrucks. Die Blutgefäße zu den Muskeln ziehen sich zusammen, die Durchblutung des Gehirns und somit auch die Sauerstoffversorgung geht zurück. 

Symptome von Kreislaufproblemen

Die Beschwerden sind ganz verschiedener Natur, so können etwa Schwindel, Schweißausbrüche, Zittern, Übelkeit oder Herzrasen auftreten oder den Betroffenen wird buchstäblich schwarz vor Augen.

Kreislauf anregen: Was hilft?

Wenn keine Krankheiten vorliegen wie Schilddrüsen- und Venenprobleme oder Herzrythmusstörungen, dann können Sie den Kreislauf mit einer Vielzahl von Hausmitteln anregen. Dazu gehören Bewegung, Kreislauftraining mit Hitze und Kälte oder Massagen. Im Sommer haben zwar viele keine Lust dazu, aber Sauna-Fans pausieren nie wirklich: Regelmäßige Saunagänge sollen tatsächlich helfen, den Kreislauf nachhaltig anzuregen. Die Betonung liegt dabei auf “regelmäßig“. Wenn Sie sich in der warmen Jahreszeit nicht dazu entschließen können, dann sollten Sie spätestens im Herbst damit anfangen.

Kreislaufprobleme nach Grippe?

Es ist normal, dass Kreislaufbeschwerden mit einer Grippe einhergehen, vor allem wenn man Fieber hat. Auch diese werden durch einen absinkenden Blutdruck ausgelöst, weil sich die Gefäße erweitern und das Blutvolumen erhöht. Auch ein sogenannter Paukenerguss, einer Mittelohrinfektion während einer Grippe, kann auf den Kreislauf gehen. Dieser muss auf jeden Fall vom Arzt behandelt werden.

Kreislauf stabilisieren: SOS-Maßnahmen

Ist der Fall akut, dann heißt es Kreislauf stabilisieren. Am besten hinlegen und die Beine hochlegen. Auch salzhaltige Nahrung hilft in so einem Fall wie Salzstangen, Laugenbrötchen mit Salz oder Brühe. Trinken Sie insgesamt bitte viel, um den Kreislauf wieder hochzubekommen und stabil zu halten. Auch Süßgetränke wie Cola können im Notfall helfen, denn Zucker treibt bewiesenermaßen den Blutdruck nach oben. Also täglich einfach mehr Zucker essen? Ein Mehr Zucker in der täglichen Nahrung ist keine Lösung, denn er hat viele negative Eigenschaften. Wer zu Übergewicht neigt, sollte mit Zucker besonders vorsichtig umgehen, das schließt Obst mit ein, denn er enthält Fruchtzucker. Lesen Sie dazu auch den Artikel warum Zucker krank macht.

Kreislauf anregen an heißen Tagen

Auch hohe Temperaturen können uns gehörig auf den Kreislauf schlagen. Kein Wunder, immerhin muss unser Organismus auch bei Hitze die Kerntemperatur von 37 Grad halten. Und dafür kommt er ganz schön ins Rotieren. So erweitern sich die Gefäße und unser Blut zirkuliert näher an der Oberfläche, um den Körper zu kühlen. Die Folge: Der Blutdruck sinkt, der Kreislauf macht schlapp. Dann heißt es: viel trinken, mindestens 1,5 bis zwei Liter Wasser oder Tee. Lassen Sie kaltes Wasser über die Handgelenke laufen oder machen Sie kühle Wadenwickel. Noch mehr Tipps gegen Kreislaufprobleme bei Hitze >>>

So bringen Sie Ihren Kreislauf in Schwung

Wer regelmäßig Probleme hat, vor allem morgens, in die Gänge zu kommen, der kann mit diesen Tipps gegen Kreislaufprobleme angehen:

Wechseldusche 

Machen Sie regelmäßige Wechselduschen am Morgen. Die Temperaturunterschiede regen den Kreislauf an und trainieren auf Dauer die Blutgefäße. Und nebenbei macht es auch noch wach.  

Flüssigkeit

Trinken Sie viel Wasser und ungesüßten Tee. Das fördert die Sauerstoffversorgung im Blut.

Bewegung

Regelmäßiger Sport ist die beste Methode, um Kreislaufprobleme dauerhaft zu bekämpfen. Gerade wer viel am Schreibtisch sitzt, sollte immer wieder zwischendurch aufstehen und mindestens 2 - 3 Sporteinheiten in der Woche einlegen. Gegen Kreislaufprobleme gibt es keine bestimmten Übungen, denn Bewegung insgesamt ist das Zauberwort. Wer aber beispielsweise morgens schwer in Gang kommt, der sollte moderat anfangen und sich steigern. Sehr auspowernde Workouts am besten in eine Tageszeit verlegen, in der man viel Energie hat.

Auch sollte man generell versuchen, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Nehmen Sie anstatt des Fahrstuhls die Treppe, fahren Sie mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit und gehen sie kurze Strecken, etwa zum Einkaufen, zu Fuß. In der Mittagspause eine Runde um den Block zu gehen, kann ebenfalls den Kreislauf wieder in Schwung bringen.

Ernährung

Auch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung hilft, den Kreislauf dauerhaft in Schwung zu halten. So fördern Lebensmittel, die Vitamin A und E enthalten die Durchblutung. Vitamin-B-haltige Nahungsmittel, wie z. B. Blumenkohl, helfen dabei, den Blutdruck zu normalisieren und Vitamin C unterstützt den Körper bei der Eisenaufnahme.   

Wie werden Kreislaufprobleme diagnostiziert?

Zuerst einmal gilt es, ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt zu führen. Dabei wird unter anderem abgeklärt, wann die Kreislaufprobleme auftreten und wie oft dies vorkommt. Auch auf die Symptome wird eingegangen. Dann untersucht der Arzt den Patienten und misst zum Beispiel den Blutdruck sowie den Puls. Oft muss der Blutdruck auch mehrmals gemessen werden, um Hinweise auf eine mögliche Ursache der Kreislaufschwäche zu erlangen.

Häufig wird auch der sogenannte Schellong-Test durchgeführt, bei dem der Blutdruck des Patienten sowohl im Liegen als auch nach dem Aufstehen gecheckt wird. Bei der Suche nach eventuell zugrundeliegenden Erkrankungen, zum Beispiel Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, können individuell verschiedenste Untersuchungen durchgeführt werden, zum Beispiel ein Belastungs-EKG oder auch Langzeitblutdruckmessungen.

Datum: 15.07.2020
Autor: Lena Radke