Ursachen von Stress: Wie entsteht er und was hilft?

Vorsicht, Hochspannung!

Überforderung im Alltag, berufliche Belastung oder Angst - Ursachen von Stress gibt es viele. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort „strictus“ – gespannt, stramm. Hans Selye (1907-1982), der Begründer der Stressforschung, führte den Begriff in die Medizin ein, um die Reaktion auf Belastung zu beschreiben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Stress zu einem der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts erklärt. 

Ursachen von Stress: Kampf oder Flucht? 

Aber was ist eigentlich die Definition von Stress? Zunächst einmal ist die Ursache von Stress eine körperliche Reaktion auf eine Bedrohung: Die Systeme des Körpers fahren hoch, die Stresshormone Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet. Atmung, Herzschlag und Gehirn laufen auf Hochtouren. Wie bei der Antilope, die das Raubtier wittert, sagt die innere Stimme: „Kämpfe oder flieh!“ Nun werden wir Menschen heute selten von wilden Tieren bedroht. Unsere Ursachen von Stress sind meist andere: nervende Kollegen, die Lautstärke im Großraumbüro, der Einkaufsmarathon am Wochenende. „Fliehen oder kämpfen“ ist in unserer Zeit leider nicht drin …

Sport senkt die Hormone

Natürlich kann so ein Stress-Schub auch mal belebend sein. Manche Menschen werden erst unter Druck richtig gut. Danach muss aber eine Auszeit folgen. Denn stehen wir ständig innerer Anspannung, bleiben die Stresshormone im hohen Bereich. Und das hat Folgen: Es kommt zu Schlafstörungen, Übergewicht und Verdauungsproblemen, das Risiko für Diabetes, Herzinfarkt oder Depressionen steigt. Aber wie bekommen wir unseren anstrengenden Alltag besser in den Griff? Mit Methoden zur Stressbewältigung, wie zum Beispiel regelmäßigen Entspannungsübungen, Yoga, Qigong und Sport. Durch die Bewegung werden die Stresshormone neutralisiert. Auch pflanzliche Mittel aus der Apotheke helfen, zur Ruhe zu kommen.