Schlafprobleme: Anzeichen, Ursachen und was dagegen hilft

Ratgeber

Viele Menschen leiden unter Schlafproblemen: Sie können zum Beispiel nicht einschlafen oder wachen nachts oft auf. Wir zeigen Ursachen von Schlafstörungen auf und geben Tipps für einen erholsamen Schlaf.

Gesunder Schlaf ist so wichtig, das merken wir vor allem dann, wenn wir schlecht geschlafen haben. So sind wir dann zum Beispiel unkonzentrierter, schneller gereizt und unsere Leistungsfähigkeit nimmt ab. Nach einer unruhigen Nacht können sich aber beispielsweise auch Anzeichen von Erschöpfung, Antriebslosigkeit, ein andauerndes Gefühl der Schläfrigkeit, Nervosität, verstärkter Appetit oder Kopfschmerzen bemerkbar machen. 

Nachts braucht der Körper Erholung, etwa für die Regulation des Stoffwechsels, außerdem werden dann die körpereigenen Zellen erneuert. Unser Gehirn verarbeitet zudem im Schlaf wichtige Informationen und speichert diese im Langzeitgedächtnis ab. Um unsere Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten, uns am nächsten Tag ausgeruht und erholt zu fühlen sowie den Alltag zu bewältigen, ist guter Schlaf unerlässlich. Anhaltende Schlafstörungen können das Risiko für Übergewicht, Herzerkrankungen, Depressionen oder Diabetes begünstigen. Wer unter andauernden Störungen des Schlafes leidet, sollte einen Arzt aufsuchen, damit dieser die Ursache herausfinden und eine Diagnose stellen kann.

Ab dem 50. Lebensalter treten übrigens gerade bei Frauen häufig Schlafprobleme auf. Grund hierfür ist unter anderem der sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren.

Ursachen von Schlafproblemen 


Schlafprobleme können viele unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel:

  • Lärm: etwa störende Umweltgeräusche oder das Schnarchen des Partners
  • Stress oder belastende Situationen im Berufs- oder Privatleben
  • Gesundheitliche Problem: zum Beispiel Erkältungen oder Schmerzen
  • die falsche Temperatur im Schlafzimmer
  • aufputschender Sport vor dem Schlafengehen, wie etwa ein Cardio-Workout
  • eine zu üppige und zu späte Mahlzeit vor dem Zubettgehen
  • Mediennutzung: etwa ein aufwühlender Film vorm Einschlafen
  • Medikamente
  • Alkoholkonsum

Tipps für einen gesunden Schlaf 


Manche Faktoren stören unseren Schlaf oder wirken sich negativ auf diesen aus. Wir geben ein paar Tipps für erholsamen Schlaf:

1. Schaffen Sie sich einen ruhigen Ort zum Schlafen. Lärm ist ein echter Schlafkiller.

2. Verbannen Sie Handy, Laptop, Tablet und Co. aus dem Schlafzimmer, denn diese sind nicht besonders förderlich für einen guten Schlaf. Schuld daran ist das sogenannte Bluelight des Display. Dieses ist unnatürlich hell und stört die Freisetzung des Schlafhormons Melatonin. Studien bestätigen, dass der REM-Schlaf deutlich geringer ausfallen kann, wenn man kurz vor dem Schlafengehen elektronische Medien nutzt

3. Sorgen Sie für eine angenehme Schlaftemperatur, ideal sind ca. 16 bis 19 °C.

4. Versuchen Sie vor dem Einschlafen, alles zu vermeiden, was Stress auslösen kann. Eine kleine Meditation, Yoga vor dem Einschlafen oder autogenes Training können helfen, zu entspannen. Tipp: 30 Minuten vorm Zubettgehen am besten auf eine entspannende Tätigkeit umschalten, wie ein Buch lesen.

5. Dunkeln Sie das Zimmer ausreichend ab, damit Sie nicht vom störenden Licht der Straßenlaterne oder schon um vier Uhr morgens von der aufgehenden Sonne geweckt werden.


>> Für erholsame Nächte: Die besten Pflanzen fürs Schlafzimmer

Wie viele Stunden sollten Sie regelmäßig schlafen?

Laut der US-amerikanischen National Health Foundation hängt die optimale Schlafdauer davon ab, wie alt jemand ist. Im aktuellen „Sleep Journal“ haben die Forscher erklärt, dass Erwachsene zwischen 26 und 64 Jahren etwa 7 bis 9 Stunden Schlaf benötigen, um sich fit und ausgeglichen zu fühlen. Jungen Erwachsenen empfehlen die Forscher ebenfalls, 7 bis 9 Stunden zu schlafen und Senioren ab 65 Jahre sollten idealerweise 7 bis 8 Stunden schlafen.

>> Mehr unter: Wie viele Stunden Schlaf sind optimal für Ihr Alter?

Datum: 25.06.2020

Autor: Ilka-Marie Hagenbücher

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