Tinnitus – Zu viel um die Ohren

Wenn es ständig piepst im Kopf

Es rauscht, piepst oder zischt: Was bei manchen Nebenwirkungen eines zu lauten Konzerts sind, ist für andere Alltag: Ca. 2,7 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischem Tinnitus. Die Töne im Ohr haben keine äußere Schallquelle und setzen sich hartnäckig fest. Wir haben Tipps und Tricks wie die Symptome gelindert werden können…

Größte Ursache: Stress

Jedes Jahr erkranken in Deutschland ca. eine Viertelmillion Menschen an chronischem Tinnitus. Eine Ursache kann vor allem Stress sein. Wer jetzt denkt, das sei unserer immer hektischer werdenden vernetzten Welt zuzuschreiben, irrt: Schon vor Jahrtausenden litten Menschen wie etwa Charles Darwin und Martin Luther, die zeitlebens unter besonderer Belastung standen, unter Ohrengeräuschen.
 

Was macht Stress im Körper

Hat der Mensch Stress, ist der Körper in Alarmbereitschaft. Ist der Druck vorbei und der Körper kommt zur Ruhe, wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet, damit wir wieder runter kommen und uns entspannen können. Tinnitus-Patienten zeigen allerdings nach einer Stresssituation eine verzögerte und stark verringerte Ausschüttung von Cortisol. Es scheint ihnen schwerer zu fallen, zur Ruhe zu kommen. Bei erhöhtem Stressspiegel werden mehr Blutplättchen produziert, die Folge: Das Blut wird dicker, die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung der sehr kleinen Haarzellen im Ohr erschwert. Sind diese Zellen mangelversorgt, werden sie anfälliger für die Fehlverarbeitung von Tönen. Bei Dauerstress ist ein Tinnitus quasi vorprogrammiert.

 

 

Das schafft Abhilfe

Ab 3 Monaten sprechen Mediziner von einem chronischen Tinnitus. Das Gehirn hat in diesem Stadium den Ton regelrecht erlernt und als wichtig abgespeichert. So ist es sehr schwer, den Tinnitus wieder loszuwerden. Aber es gibt Mittel, die das Ohrensausen mindern.

 

Vor allem Entspannung und Stressabbau. Jeder muss hier seine eigene Strategie finden – regelmäßigere Pausen, mehr Bewegung oder Yoga können helfen,

 

das rät Dr. med. Uso Walter seinen Tinnitus-Patienten. Zusätzlich helfen pflanzliche Mittel wie Gingko-Extrakt. Er kann helfen, stressbedingte Durchblutungsstörungen des Innenohrs zu verbessern. Studien zeigen, dass sich die regelmäßige Einnahme von Gingko-Tabletten (z.B. von Tebonin) positiv auf die Reduzierung der Gesamtbelastung durch die Ohrengeräusche auswirken kann.