Resilienzfähigkeit: Darum sind manche Menschen belastbarer

Manche Menschen können mit Stress und Krisen besser umgehen

Der Begriff „Resilienz“ bzw. „Resilienzfähigkeit“ wurde erst in den 1970er-Jahren von Psychologen übernommen und stammt ursprünglich aus der Werkstoffkunde. Was er bedeutet und wie er Einfluss auf unser Leben hat, erklären wir Ihnen hier.

Abpralllen Resilienz wird von dem lateinischen Verb „resilire“ abgeleitet, und das bedeutet auf Deutsch „zurückspringen‚ abprallen“. In der Werkstoffkunde beschreibt es die Eigenschaft eines elastischen Materials, das nach einer Verformung wieder seine ursprüngliche Form annimmt. Resilienzfähigkeit beschreibt also die Fähigkeit, sich von Krisensituationen nicht „aus der Form“ bringen zu lassen.

Stehaufmännchen Resiliente Menschen brechen demnach bei einer Krise nicht zusammen. Eine Trennung oder der Verlust des Arbeitsplatzes macht ihnen zwar etwas aus – aber sie zerbrechen nicht dran. Im Gegenteil: In manchen Fällen gehen sie gestärkt aus einer Krise hervor. Auch der ständige Stress des heutigen Alltags macht ihnen wenig aus – sie zucken nur mit den Achseln, während andere einen Burnout bekommen.

Deutsches Resilienz Zentrum Was genau es ist, das diesen Menschen  mehr Resilienzfähigkeit verleiht, ihnen ermöglicht, Lebenskrisen zu überwinden und Stresssituationen zu meistern, das wird seit 2014 im ersten europäischen Resilienz-Zentrum an der Uni Mainz erforscht. Wissenschaftler aus Fachrichtungen wie der biologischen Grundlagenforschung, der Neurobiologie und auch der Psychologie verarbeiten gemeinsam ihre Erkenntnisse zur Entstehung und Bewältigung von Stress. Aufgrund ihrer Ergebnisse wurden Übungen zur Stressminderung entwickelt. Die richtig gute Nachricht: Resilienzfähigkeit kann man lernen.