Zeit zu leben Teil 9: Mehr Ich-Zeit, bitte!

Eigene Bedürfnisse erkennen - den Alltag entschleunigen

Egal, ob als Single oder in einer festen Beziehung: Wer Wohlfühl-Momente für sich als Chance begreift, gewinnt. Wie Sie wieder über Ihre Zeit selbst bestimmen und sich selbst wieder näher kommen, lesen Sie in Teil 9 unseres großen Selbstcoaching-Programms.

Keine Kompromisse. Keine Zwänge mehr. Sich wirklich frei fühlen. Was für eine herrliche Vorstellung. Ich-Zeit bedeutet: Nichts tun, das man sonst nur anderen zuliebe macht. Wir wählen ganz frei, ohne Einfluss von außen. Wir hören dabei nur auf unser Herz: Es weiß, was uns guttut. Gerade in unserer hektischen, lauten Welt ist es wichtig, dem einen „leisen“ Trend entgegenzusetzen – und zu uns selbst zu finden.

Das eigene Tempo und den persönlichen Rhythmus wählen

Allein gehört alle Zeit uns. Wir müssen uns von nichts und niemandem hetzen lassen. Wir dürfen uns treiben lassen, Stille genießen und so unsere Kraftreserven auftanken. Wir können uns eine Pause von der Reizüberflutung gönnen, der wir im Alltag ständig ausgesetzt sind. Dort ist es normal für uns, das ständig neue Informationen auf uns einprasseln, die wir kaum noch verarbeiten können. Wenn wir uns regelmäßig bewusst zurückziehen, lernen wir endlich wieder, das eigentlich Wesentliche zu erkennen: uns selbst.

Mehr Kreativität spüren und seine Talente ganz ausleben

Klar, sich von anderen inspirieren zu lassen, ist großartig. Es kann uns hilfreiche Anregungen für unser eigenes Tun geben. Wenn wir selbst etwas Neues, überraschend Gutes schaffen wollen, brauchen wir aber auch immer wieder das Füruns-Sein. Wir brauchen Raum, unsere eigene Kreativität voll zu entfalten. Um spontaner handeln zu können und uns von unserer Intuition leiten zu lassen. Denn nur so können wir wirklich mit ganzer Energie – und ohne Beeinflussung von außen – an Ideen herumtüfteln und unsere Projekte mit Freude und Elan erfolgreich umsetzen.

Den Lern-Effekt ausnutzen und eigenständiger handeln

Ich-Zeit auskosten heißt auch: das Alleinsein auszuhalten und mit allem alleine klarzukommen. Das ist vielleicht nicht immer leicht, für einige sogar zu Anfang eher eine Herausforderung als ein Geschenk. Doch es ist in jedem Fall immer eine wertvolle Erfahrung, selbst wenn wir zwischendurch stolpern und uns wieder aufrappeln müssen. Denn leben heißt lernen. Und erst, wenn wir uns weiterentwickeln und wachsen, merken wir, was eigentlich alles in uns steckt. Und auch zu welchen Dingen wir wirklich fähig sind. 

Verbundenheit fühlen und neue Kraft tanken in der Natur

Für eine Auszeit ans Meer, in die Berge, in den Wald: Hier atmet unsere Seele auf, hier können wir in Ruhe eigene Wünsche und Muster hinterfragen und auch nach Rückschlägen ein stärkeres Ich entwickeln. Wir werden achtsamer und gelassener, nehmen in der Natur die kleinen Wunder um uns herum viel intensiver wahr – und spüren Dankbarkeit. Einsam? Fühlen wir uns hier ganz bestimmt nicht: Hier sind wir eins mit allem.

In allerbester Gesellschaft sein: nämlich unserer eigenen

Sagen wir es uns ruhig immer wieder vor: „Es gibt niemanden, der so sehr zu mir gehört, wie ich selbst. Ich bin der Mensch, mit dem ich immer auskommen und um den ich mich deshalb besonders gut kümmern muss.“ Nein, es hat nichts mit Egoismus zu tun, wenn wir uns auf unser Leben konzentrieren. Wenn wir es voll auskosten und mit allen Sinnen genießen, weil wir uns endlich einmal in Ruhe darauf konzentrieren können. Tagträumen, ein neues Hobby ausprobieren, das Handy einen Tag ausschalten, alleine in ein gutes Restaurant gehen – alles ist erlaubt, wir müssen uns für nichts rechtfertigen. Das, was wir in unserer Ich-Zeit machen, muss keinem höheren Zweck dienen. Obwohl – eigentlich doch. Sogar dem höchsten: uns ein glückliches und erfülltes Leben zu ermöglichen. Los geht’s!

5 Strategien für ein selbstbestimmtes Handeln

Haben Sie Vertrauen in sich - nur Sie allein sollten entscheiden, wie Sie Ihr Leben gestalten möchten.

1 Wieder selbst über die Zeit bestimmen: Lassen Sie sich nicht von anderen Ihren Tagesablauf diktieren. Fragen Sie sich bei jedem ungeliebten Programmpunkt: Muss das sein? Kann ich es auch verschieben? Oder ganz lassen? Was tut mir stattdessen jetzt gut?

2 Hartnäckig bleiben: Nicht klein beigeben, wenn Ihnen der Wind entgegenweht. Wiederholen Sie Ihren Standpunkt. Akzeptieren Sie, dass Sie damit nicht alle glücklich machen.

3 Nicht immer nett sein: Die Erwartungen der anderen engen Sie ein? Befreien Sie sich davon. Sie müssen nicht rund um die Uhr für andere da sein. Lassen Sie andere Ihre Hilfsbereitschaft nicht ausnutzen. 

4 Keine falsche Bescheidenheit: Sie halten sich meist im Hintergrund auf, möchten sich nicht aufdrängen oder haben Angst, andere zu langweilen? Schluss damit! So vertun Sie jede Chance, Ihre Facetten zu zeigen und sich Freiräume zu erkämpfen. Erzählen Sie offen von sich und Ihren Bedürfnissen und Wünschen.

5 Auf die innere Stimme hören: Was ist Ihnen wirklich wichtig im Leben? Welcher Mensch möchten Sie sein? Erlauben Sie es sich, auf Ihr Herz zu hören und sich mit Dingen zu umgeben, die Ihnen Freude bereiten. Wenn Sie nach selbst gewählten Zielen leben, können Sie mehr Energie freisetzen und so über sich hinauswachsen.