Darum sind Haferflocken gesund

Warum Sie das Superfood täglich essen sollten

26. August 2020

Haferflocken erleben seit einiger Zeit ein Comeback, denn Foodies lieben sie wegen ihrer guten Inhaltsstoffe. In Frühstück-Bowls sind sie daher Trend, schmecken aber auch klassisch als Porridge sowie im Crumble oder als Gebäck. Die Cerealien sind in der Küche also super vielseitig. Wir sagen, warum Haferflocken gesund sind und es sich lohnt, sie täglich zu essen. Und: Das Superfood hilft sogar beim Abnehmen!

Haferflocken sind gesund und vitalisierend: Das steckt drin!

Ob kernig oder zart: Haferflocken sind echtes Kraft- und Gesundheitsfutter – oder wie man heutzutage sagt: Superfood! Sie enthalten wichtige Vitamine (höchster B1- und B6-Lieferant unter allen Getreidesorten), Mineralien mit hohen Anteilen von Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink, Ballaststoffe und Antioxidantien. Auch Beta-Glucan ist enthalten. Als Getreide enthalten Sie dazu wenig Fett und sogar einen beachtlichen Eiweißanteil. Dank dieser hervorragenden Nährstoffbilanz sind Haferflocken gesund, denn sie helfen den Cholesterinspiegel zu senken und die Verdauung auf Trab zu halten.

Und ja: Haferflocken machen schlank! Obwohl sie mit 370 kcal/100 g zu Buche schlagen, helfen Haferflocken beim Abnehmen. Das Geheimnis: Sie machen lang satt und halten im Gegensatz zu schlechten Kohlenhydraten wie Zucker oder Weißmehl den Insulinspiegel stabil. Dadurch bleiben Heißhungerattacken aus. Haferflocken sind daher im Rahmen einer Ernährungsumstellung auch Menschen mit Diabetes Typ 2 zu empfehlen. Es braucht auch keine große Mengen, um gut gesättigt durch den Vormittag zu kommen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt ca. 30 g Haferflocken im Müsli. Also relativiert sich die Kalorienzahl rein für die Hafeflocken wieder. Es gilt sogar als erwiesen an, das warmes Frühstück wie Porridge schlank macht. Briten lieben das warme Frühstück seit jeher und essen es praktisch täglich. Bei uns ist in den letzten Jahren im Rahmen der Blogger-Food-Bewegung ein Hype ums Porridge entstanden. Die häufig gestellte Frage, wie oft man Haferflocken eigentlich essen kann, lässt sich daher nur mit täglich beantworten. Wichtig ist: Die Tages-Kalorienbilanz sollte stets stimmen, zudem sollte man sich abwechslungsreich ernähren.

Hinweis: Haferflocken enthalten grundsätzlich kein Gluten, weshalb dies vielfach nicht ausgezeichnet ist. Für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit sind die Flocken also auch eine gute Wahl!

Rezepte: Warmes Frühstück – 3 leckere Varianten mit Haferflocken

Nährwerte Haferflocken pro 100 g:

  • Kalorien: 370 kcal
  • Eiweiß: 12 g
  • Fett: 7 g
  • Kohlenhydrate: 63 g
  • Ballaststoffe: 10 g

Haferflocken zubereiten

Im Wesentlichen unterscheiden wir zwischen kernigen und zarten Haferflocken sowie Schmelzflocken, wobei auch die zarten Varianten als Vollkornkost gelten. Man kann die Cerealien aber nicht nur im Müsli genießen, sondern sie auch zum Backen, als Panade oder zum Andicken von Soßen verwenden. 

Kernige Hafer haben am meisten Biss und eigenen sich besonders gut für Gebäck wie Muffins, Kuchen oder Kekse:

Zarte Haferflocken sind deutlich kleiner und feiner als kernige Haferflocken und eignen sich für:

  • Müslis
  • Porridge
  • Müsliriegel
  • Pfannkuchen
  • Gebäck wie Kuchen, Bananenbrot, Muffins oder Kekse
  • Brot
  • knusprige Panaden
  • Hackgerichte – statt Semmelbrösel
  • Aufläufe
  • Haferflocken- oder Milchsuppe

Schmelzflocken sind die zartesten in der Haferflocken-Familie und eignen sich für:

  • Shakes, Smoothies, Dipps, Soßen oder Suppen zum Andicken
  • Gemüse-Panaden (frittiert)
  • Hack- und Gemüsebällchen
  • Kindernahrung
  • Desserts

Kuchen mit Haferflocken

Zum Backen von Streuselkuchen sind kernige Haferflocken ideal, denn sie sorgen für mehr Biss und einen Knuspereffekt. Sie passen hervorragend zu Obstkuchen oder Crumbles. Und hier kommt das Grundrezept für Streusel mit Haferflocken:

  • 160 g Mehl
  • 60 g kernige Haferflocken
  • 150 g kalte Butter
  • 100 g Zucker

Zubereitung: Mehl, Zucker und kalte Butter mit den Händen verkneten – zum Schluss werden die Haferflocken dazugegeben und eingearbeitet. Die Streusel auf den Teig verteilen.

Haferflocken können auch im Kuchenboden verarbeitet werden, beispielsweise für Kühlschranktorten mit einer köstlichen Quark-Füllung. Der Boden braucht Fett, damit die Masse zusammenhält und nicht von der Füllung durchfeuchtet wird. Hier kommt ein Grundrezept für einen Boden leckeren mit Haferflocken:

  • 200 g kernige Haferflocken
  • 90 g Zucker, braun
  • 55 g Butter
  • 1 großes Eiweiß

Zubereitung: Die Butter schmelzen und zu den anderen Zutaten geben – alles gut miteinander vermischen. Den Teig in die Springform (24 cm) geben, gut andrücken und einen Rand hochziehen. Bei 180 Grad ca. 15 Minuten backen, bis der Boden leicht gebräunt ist. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. Denn die Füllung darübergeben.

Hier finden Sie noch mehr leckere Streuselkuchen

Das sollten Sie bei der Zubereitung von Haferflocken beachten

Egal, ob Sie Ihre Flocken kalt oder warm genießen wollen, geben Sie immer eine kleine Prise Salz hinzu, das verleiht der Mahlzeit ein nussiges Aroma. Wenn Sie Ihr Porridge mit warmer Milch zubereiten möchten, geben Sie die Haferflocken erst dann hinzu, wenn die Milch schon kocht, so bekommt das Porridge eine tolle cremige Konsistenz. Sollen die Flocken aber ihre Form behalten, können Sie diese bereits in die kalte Milch geben.

Außerdem anstatt einer kleinen Schale oder einer Schüssel lieber einen tiefen Teller verwenden, denn so können die Flocken gut aufquellen, ohne über den Rand zu laufen. Zarte Flocken brauchen überdies weniger Zeit, um aufzuquellen als kernige Flocken.

Tipp: Gewürze wie etwa Vanillearoma oder Zimt verleihen Haferflocken zusätzlich Geschmack.

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Datum: 26.08.2020
Autor: Tanja Seiffert

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