Fasten nach Anleitung: Gesundheitskur für Körper und Seele

22. April 2016
Wasser ist das Hauptgetränk während der Fastenzeit Fasten Sie am besten mit einem anerkannten Ernährungsplan Beim Fasten wird nach einem vorgeschriebenen Plan gegessen und getrunken

Ein- bis zweimal im Jahr verzichten Millionen Menschen in Deutschland auf feste Nahrung. Sie Fasten. Teilweise aus gesundheitlichen Gründen, teilweise aus religiösen. Unter Fasten versteht man heute eher eine Art Kur. Wie zum Beispiel den Fastenplan nach Buchinger: maximal drei bis vier Wochen auf feste Nahrung verzichten, nur Tee, Säfte, Gemüsebrühe und Wasser zu sich nehmen. Das Vollfasten ist extremer: Dabei wird keine einzige Kalorie aufgenommen, nur Wasser und Tee sind erlaubt. Der Nahrungsverzicht soll den Körper von Giftstoffen befreien und die Immunabwehr stärken. Dabei muss das Fasten gemäß Anleitung geschehen, sonst riskiert man seine Gesundheit.

Auch das Hautbild verbessert sich

Der Körper stellt beim Fasten seinen Stoffwechsel um. Die Blutwerte verbessern sich, Cholesterin und Zucker werden abgebaut. Wissenschaftler haben entdeckt, dass beim Fasten etwa fünf Prozent der geschädigten Körperzellen davongeschwemmt werden und Platz machen für neue, gesunde Zellen. Auch den Fettreserven geht es an den Speck: Die im Fettgewebe eingelagerten Giftstoffe werden durch den Nahrungsverzicht aus den Zellen gelöst und über die Entgiftungsorgane ausgeschieden. Der Darm kann sich erholen und das Hautbild verbessert sich. Dadurch, dass das Bindegewebe entwässert wird, geht es speziell Cellulite an den Kragen. Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Ekzeme werden durch das Fasten nach Anleitung abgemildert. Da der Körper Eiweiß abbaut, reduziert sich auch die Zahl der Proteine, die Entzündungen im Körper auslösen.

Allergien, die häufig Ursache eines überreagierenden Immunsystems sind, werden während des Fastens abgemildert. Aber leider nur so lange, wie gefastet wird – eine vollständige Heilung ist nicht möglich.

Fasten nach Anleitung: Für die Gewichtsreduktion geeignet?

Natürlich verliert der Körper beim Hungern nach festem Fastenplan an Gewicht. Die Gewichtsreduktion erfolgt automatisch, dennoch ist sie nur ein angenehmer Nebeneffekt. Im Vordergrund steht die Reinigung des Körpers. Wer nach Beendigung der Hungerkur seine normalen Essgewohnheiten wieder aufnimmt, hat die verlorenen Pfunde schnell wieder drauf. Positiv auf die Figur wirkt sich das Heilfasten aber oftmals auf – dann nämlich, wenn man es zum Anlass nimmt, seine alten – ungesunden – Essgewohnheiten über Bord zu werfen und sich in Zukunft bewusster zu ernähren.

Fasten nach Anleitung: Vorher den Arzt fragen!

Beginnen Sie mit dem Fasten nicht auf eigene Faust. Holen Sie sich zuvor Rat von Ihrem Hausarzt, denn nur ein gesunder Mensch sollte zu Hause fasten. Weitere Fasten-Tipps: Leeren Sie vor der Kur Ihren Kühlschrank. Insbesondere an den ersten Fastentagen könnte sonst der innere Schweinehund zu groß werden und Sie stürzen sich womöglich auf die vorhandene Lebensmittelreserven – der Fasteneffekt wäre dahin!