8 Dinge, die glückliche Paare tun

Das rät der Paartherapeut

Jede Beziehung ist anders. Aber es gibt sie: Verhaltensmuster, die eine Liebe noch tiefer und stabiler werden lassen. Paare, die danach leben, machen so ziemlich alles richtig. Diese acht Dinge, tun glückliche Paare regelmäßig.

Verliebt bleiben

Eine Liebe, die alles überdauert. Die jede Krise übersteht und für die Ewigkeit hält – davon träumt wohl jeder. Den „perfekten“ Partner zu finden, ist jedoch nicht einfach. Noch schwieriger ist es allerdings oft, eine Beziehung zu erhalten. Doch es gibt sie, die Paare, für die es so einfach scheint, verliebt zu bleiben. Was ist ihr Geheimnis? „Diese Paare wissen, dass eine Beziehung nicht von selbst läuft, sondern harte Arbeit bedeutet“, sagt Clemens von Saldern. Der Paartherapeut betreibt gemeinsam mit seiner Ehefrau, mit der er seit 27 Jahren verheiratet ist, eine Praxis in Berlin. „Eine Beziehung ist wie ein Garten. Den muss man auch hegen und pflegen, damit er nicht verwildert.“ Beide Parteien müssen also bereit sein, in die Beziehung zu investieren. Dreh- und Angelpunkt sind dabei ihre und seine Bedürfnisse. Klare Sache: Wenn sie erfüllt sind, geht es uns gut, wenn nicht, dann werden wir unzufrieden oder leiden. Grundvoraussetzung, so der Therapeut: „Werden Sie sich Ihrer eigenen Bedürfnisse und der Ihres Partners bewusst, und sprechen Sie darüber.“ Entscheidend ist dabei das Wie. „Machen Sie Ihrem Partner keine Vorwürfe, das führt zu einer Abwehrreaktion.“ Stattdessen ist es laut von Saldern sinnvoll, so genannte Ich-Botschaften zu senden. Statt zu sagen: „Nie bringst du den Müll runter“ also besser: „Ich wünsche mir Gleichbelastung.“ Welche Punkte sind noch für eine harmonische Beziehung entscheidend? Der Paartherapeut hat die Antworten.

8 Dinge, die glücklichte Paare tun

1. Kompromisse verhandeln

Als Paar ist man in vielen Dingen nicht immer einer Meinung. Dann heißt es, einen Kompromiss auszumachen. Wenn einer etwa bei der Wahl des Urlaubsziels seinen Willen bekommt, darf der andere dafür etwas Gleichwertiges zurückerwarten. Ein Kompromiss ist dadurch gekennzeichnet, dass er beide Parteien unzufrieden macht. Aber daraus resultiert letztlich Zufriedenheit.

2. Außenärger draußen lassen

Sie haben Stress im Job oder mit Freunden? Nehmen Sie den Ärger bloß nicht mit nach Hause. Am besten sagen Sie Ihrem Partner direkt, dass Sie genervt sind. Das ist wichtig, denn es hilft ihm, zu verstehen, dass Ihre momentane Laune nichts mit ihm zu tun hat.

3. Streiten, aber nicht kämpfen

Streit ist wichtig, denn er hilft, Themen auf den Tisch zu bringen, die relevant sind, und Bedürfnisse den Umständen anzupassen. Problematisch wird es erst, wenn Sie in den Kampfmodus wechseln, also als Sieger aus der Situation hervorgehen wollen. Dann fühlt sich einer am Ende als Verlierer und wechselt in den Rachemodus. In einer gesunden Streitkultur gibt es keine Gewinner.

4. Rituale pflegen

Liebevolle Rituale festigen eine Partnerschaft. Sei es nun der Kaffee, den man morgens zusammen im Bett trinkt, oder der Restaurantbesuch einmal im Monat. Sie alle haben gemeinsam, dass man Zeit miteinander verbringt, statt nur nebeneinanderher zu leben.

5. Einander auf Augenhöhe begegegnen und fair bleiben

In einer Beziehung haben beide die gleichen Rechte und Pflichten. Das bedeutet etwa, lästige alltägliche Aufgaben aufzuteilen oder auch dem anderen zu erlauben, viel auszugehen, wenn ich das selber mache.

6. Sich gegenseitig Liebe zeigen

Am Anfang einer Beziehung fällt es uns leicht, unserem Partner deutlich zu machen, wie sehr wir ihn lieben. Sei es durch Blumen, einen Liebesbrief, ein Kompliment oder eine zärtliche Umarmung. Solche Aufmerksamkeiten sollten im Lauf der Zeit nicht verloren gehen. Schenken Sie einander am besten täglich liebevolle Botschaften. Auch hier gilt es, über Bedürfnisse zu reden.

7. Quality-Time nehmen

Verbringen Sie viel qualitätsvolle Zeit miteinander. Sprechen Sie darüber, was Sie gerne miteinander tun oder unternehmen möchten. Hilfreich ist, sich zu erinnern, welche Dinge Ihnen in der Vergangenheit gutgetan haben.

8. Das „Zauberwort“ nutzen

Wann haben Sie sich zuletzt bei Ihrem Partner bedankt? Ein Dankeschön wiegt so viel mehr als ein Bitte. Wir zeigen unserem Liebsten damit, dass wir anerkennen, was er getan hat. Das motiviert.

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